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09.01.2006

16:17 Uhr

HB LONDON. Eine Gruppe institutioneller Aktionäre aus den Niederlanden hat die Londoner Royal Dutch Shell plc wegen Aktionärsbetrug verklagt. Die 26 Anleger unter der Führung des Stichting Pensioenfonds klagen wegen der mehrfach nach unten korrigierten Bilanzierung der Öl- und Gasreserven auf Zahlung von einigen Hundert Millionen Dollar, teilte die US- Kanzlei Grant and Eisenhofer am Montag mit.

Insgesamt halten die klagenden Aktionäre mehr als 5% der Aktien im Streubesitz. Namentlich wird in der Klage vor dem Bundesdistriktgericht von New Jersey dem amtierenden Chairman Jeroen van der Veer und dem ehemalige Chief Executive Officer Sir Phillip Watts vorgeworfen, in den Jahren 1997 bis 2003 die Rohstoffreserven aktiv falsch verbucht zu haben.

Geklagt wird zudem gegen den ehemalige Finanzvorstand Judith Baynton und den ehemaligen Shell-Transport-Chairman Mark Moody-Stuart. Verklagt werden von den Anlegern zudem die Bilanzprüfer PricewaterhouseCoopers und KPMG, denen mehrfach die wahre Finanzsituation des Konzerns in den Jahren 1999 bis 2005 entgangen sei. Der Konzern hatte in mehreren bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten zugegeben, mit der Überbewertung der gesicherten Rohstoffreserven sei der zukünftige Kapitalfluss in den Jahren 1998 bis 2003 jährlich um mehr als 100 Milliarden Dollar zu hoch angegeben worden.

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