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02.09.2011

18:24 Uhr

Ölkatastrophe

Halliburton will Schadensersatz von BP

Nach der BP-Klage kommt nun die Gegenklage: Der US-Ölförderer Halliburton zieht wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko von 2010 vor Gericht. BP soll entscheidende Informationen zurückgehalten haben.

Sinkende Ölplattform Deepwater Horizon im April 2010. dpa

Sinkende Ölplattform Deepwater Horizon im April 2010.

New YorkDer US-Ölförderer Halliburton hat den britischen BP-Konzern wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko von 2010 auf Schadenersatz verklagt. Halliburton begründete die Klage vor einem Gericht im US-Bundesstaat Texas mit ungenauen Informationen, die BP dem Unternehmen vor der Verrichtung von Zementarbeiten am Bohrloch lieferte. Diese werden als mitverantwortlich für die Katastrophe angesehen. Zudem habe BP Halliburton bei den US-Ermittlungsbehörden schlecht gemacht und die ungenügende Informationspolitik verschwiegen.

Eine Ermittlungskommission war im vergangenen Oktober zu dem Schluss gekommen, dass eine falsche Zementmischung am Rand des Bohrlochs zu der Katastrophe beigetragen hatte. Halliburton teilte die Höhe der Schadenersatzforderung nicht mit. Im April hatte BP seinerseits gegen Halliburton geklagt und dem Unternehmen Mitschuld an der Ölpest gegeben.

Bei der Katastrophe im April 2010 starben elf Arbeiter auf der Bohrplattform, 4,9 Millionen Barrel (769 Millionen Liter) Öl gelangten ins Meer und verursachten schwere Umweltschäden im Meer und an den angrenzenden Küsten.

Von

afp

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