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09.07.2013

13:38 Uhr

Ölkonzern

Neuer Chef bei Shell

Der Ölkonzern Royal Dutch Shell bekommt einen neuen Chef. Ben van Beurden wird den Posten offiziell zum Jahreswechsel antreten, er arbeitet seit drei Jahrzehnten für das Unternehmen.

Shell-Raffinerie in Hamburg: Ein Niederländer rückt an die Spitze des Konzerns. dpa

Shell-Raffinerie in Hamburg: Ein Niederländer rückt an die Spitze des Konzerns.

LondonDer größte europäische Ölkonzern, Royal Dutch Shell, wird ab Januar 2014 vom 55-jährigen Manager Ben van Beurden geführt. Bislang kümmert sich der Niederländer um das sogenannte „Downstream“-geschäft des Konzerns, also die Weiterverarbeitung und Auslieferung der geförderten Rohstoffe. Der gelernte Chemiker löst Peter Voser ab, der das Unternehmen im März kommenden Jahres verlassen wird. Der 54 Jahre alte Schweizer stand seit 2009 an der Unternehmensspitze.

Van Beurden arbeitet seit 1983 für Shell und war außer in den Niederlanden auch in Afrika, Malaysia, den USA und Großbritannien für das Unternehmen im Einsatz. Van Beurden habe genaue Kenntnisse der Branche und nachgewiesene Führungserfahrung in allen Geschäftsbereichen des Konzerns, so Verwaltungsratschef Jorma Ollila in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung.

Van Beurden hatte 1983 nach seinem Studium an der Technischen Universität Delft als chemischer Ingenieur bei Shell begonnen. „Ben kennt die Industrie sehr gut und hat Führungserfahrungen bei einer breiten Skala von Shell-Betrieben gesammelt“, erklärte Shell-Verwaltungsratschef Jorma Ollila.

Analysten sprachen im niederländischen Fernsehen von einer Überraschung, da der designierte Vorstandschef außerhalb des Konzerns wenig bekannt sei. Mit der Entscheidung setze Shell auf Kontinuität in der Unternehmenspolitik.

Van Beurden wird der dritte Shell-Chef in Folge, der Karriere im eigenen Haus gemacht hat. Der heutige Chef Voser will im März 2014 nach 29 Jahren den Konzern verlassen. Sein Vorgänger, der Niederländer Jeroen van der Veer, war 33 Jahre lang bei Shell.

Der künftige Shell-Chef arbeitete unter anderem für das Unternehmen in den Niederlanden, Afrika, den USA und zuletzt in Großbritannien. Seit Januar leitet der Vater von vier Kindern die Abteilung Raffinerien.

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