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03.01.2012

01:49 Uhr

Ölkonzern

Venezuela kappt Entschädigung für Exxon um mehr als zwei Drittel

Im Streit um die Verstaatlichung von Ölfeldern in Venezuela hat ein Gericht entschieden, dass Exxon als Kompensation 900 Millionen Dollar zustehen. Venezuela will dem US-Energiekonzern jetzt aber deutlich weniger zahlen.

Eine Exxon Mobil Raffinerie in Baytown, Texas. Reuters

Eine Exxon Mobil Raffinerie in Baytown, Texas.

CaracasDie staatliche Ölgesellschaft PDVSA erklärte am Montag, sie werde dem Ölkonzern Exxon 255 Millionen Dollar überweisen. Das wären weniger als ein Drittel der 908 Millionen Dollar, die das Gericht dem Konzern Exxon zugesprochen hatte. Es würden noch ausstehende Schulden abgezogen, hieß es zur Begründung.

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Der Ölmulti will angeblich für sieben Milliarden Pfund Gulf Keystone Petroleum kaufen.

Der Energieriese hatte ursprünglich zehn Milliarden Dollar gefordert. Exxon hatte die Klage 2007 eingereicht. Damals hatte Venezuelas Präsident Hugo Chavez mehrere Ölfelder verstaatlicht. Darunter war auch das Cerro Negro Projekt, in das Exxon nach eigenen Angaben 750 Millionen Dollar investiert hatte.

Ölkonzern: Venezuela zahlt 900 Millionen Dollar an Exxon

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Venezuela zahlt 900 Millionen an Exxon

Die Klage wegen der Verstaatlichung von Ölfeldern hatte der Ölmulti 2007 eingereicht.

Venezuela ist der größte Erdöl-Exporteur Lateinamerikas. Neben Exxon bemühen sich auch andere große Ölkonzerne wie etwa Chevron um eine Beteiligung an milliardenschweren Ölförder-Projekten in Venezuela. In dem Zusammenhang stehen noch weitere Urteile des internationalen Schiedsgerichts aus, die das südamerikanische Land zu Zahlungen in Milliardenhöhe verpflichten könnten.

Kommentare (3)

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Rene

03.01.2012, 07:42 Uhr

Die armen Venezuelaner. Wegen der Ideologie eines Sozialisten muss eine ganze Generation in schleichender Armut leben. Und die Bevölkerung bekommt es durch Propaganda gegen den bösen Kapitalismus noch nicht einmal mit...

Politinteresse

03.01.2012, 09:44 Uhr

Naja, Raubtierkapitalismus hat diesen faschistoiden Linkspopulismus erst möglich gemacht. Die schenken sich beide nichts. Mir tun die einfachen Menschen leid, denn sowohl wenn die Oberschicht regiert als auch wenn die politisch korrekten Moralpopulisten an der Macht sind, drangsalieren sie das Volk. Jeder auf seine perfide Art.

roterkaufmann

03.01.2012, 10:46 Uhr

ein schöner tag für das volk von venezela. der sozialistische präsident chavez muss nur rund 10% der geforderten entschädigung bezahlen und kürzt diese noch um ausstehende schulden. der rest kann wie geplant in die bekämpfung der armut gesteckt werden. nebenbei wurde höchstrichterlich entschieden, dass die verstaatlichungen okay waren. venezuela schreitet erfolgreich auf dem weg zum sozialismus des 21. jahrhunderts.

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