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23.07.2012

19:02 Uhr

Ölkonzerne

Chinesische Energieriesen drängen in die Weltspitze

Mit zwei Milliardenzukäufen sorgt die chinesische Ölindustrie für Aufsehen. Nach dem Kauf des Großkonzerns Nexen durch CNOOC, schnappt sich Sinopec 49 Prozent der Nordsee-Förderung von Talisman Energy.

Eine Sinopec-Tankstelle in Singapur. Reuters

Eine Sinopec-Tankstelle in Singapur.

Chinas Ölkonzern Sinopec kauft sich für 1,5 Milliarden Dollar in die Nordsee-Aktivitäten des kanadischen Konkurrenten Talisman Energy ein. Sinopec erwerbe einen Anteil von 49 Prozent, teilte Kanadas sechstgrößte Öl- und Gasförderfirma am Montag mit. Zusammen mit den Chinesen werde man ein Joint-Venture formen. Im ersten Quartal förderte Talisman in der Nordsee täglich 89.000 Barrel Öl. Insgesamt betreibt die Firma über ihren britischen Ableger 46 Nordseefelder und operiert elf Bohrinseln.

Schon lange suchten die Kanadier nach einem Interessenten, um ihren Anteil an den Nordsee-Aktivitäten zurückzufahren. Dort drücken hohe Steuern auf die Einnahmen. Zudem entsprechen die Fördermengen nicht den Erwartungen. Talisman will sich nun verstärkt auf die Schiefergas-Felder in Nordamerika und die Ölfelder in Südost-Asien konzentrieren und zudem eigene Aktien zurückkaufen, um den dümpelnden Börsenkurs auf Vordermann zu bringen.

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Das Geschäft zwischen Sinopec und Talisman war die zweite große Transaktion zwischen einem chinesischem und einem kanadischen Unternehmen an einem Tag. Der staatliche Energiekonzern CNOOC kündigte ebenfalls am Montag an, für 15,1 Milliarden US-Dollar das kanadische Unternehmen Nexen zu kaufen.

Von

rtr

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

23.07.2012, 19:40 Uhr

Die in näherer Zukunft wertlosen Dollar(überschüsse) der Chinesen werden in werthaltige Investitionen gewandelt! Meinen Respekt vor der chinesischen Intelligenz. Sobald die Überschüsse so weit wie eben möglich recycelt sind, ist der Dollar im Eimer und die Amerikaner müssen zurück aufs Pferd. Kaiser Wilhelm lässt grüssen.

Isotop

23.07.2012, 19:52 Uhr

Ich sollte meiner Enkelin wohl einen Chinesisch-Kurs finanzieren. Wenn Eon, BMW, BASF.....etc. in chinesischer Hand sind, dürfte es dafür eher zu spät sein.

pro-d

23.07.2012, 20:13 Uhr

wir blöden Dt. werfen unsere Euro den faulen Dolce-Vita Ländern in den Rachen und der schlaue Chinese kauft derweil das Tafelsilber.

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