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22.08.2016

13:37 Uhr

Ölpreis bremst Schlüsselindustrie

Maschinenbauer exportieren weniger

In China kühlt die Konjunktur ab, die Ölförderländer stecken in der Krise und Großbritannien verabschiedet sich aus der EU: Angesichts dieser Situation halten sich die Maschinenbauer wacker – exportieren dennoch weniger.

Die Ausfuhren der Maschinenbauer in die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) schrumpften im Durchschnitt um 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. dpa

Generatorenwerk

Die Ausfuhren der Maschinenbauer in die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) schrumpften im Durchschnitt um 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

FrankfurtDie Konjunkturabkühlung in China und die Probleme der Ölförderländer bremsen Deutschlands Maschinenbauer. Die Exporte der deutschen Schlüsselindustrie sanken im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 1,1 Prozent auf 76,7 Milliarden Euro, wie der Branchenverband VDMA am Montag in Frankfurt berichtete. „Damit können wir angesichts der schwierigen Umstände in vielen Regionen der Welt durchaus zufrieden sein“, sagte Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Die Exporte nach China sanken deutlich um 11,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, die derzeit in einem Umbauprozess steckt, in den nächsten Jahren stetig abschwächt. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Vereinigten Staaten China als wichtigsten Einzelmarkt für Maschinen „Made in Germany“ vom ersten Platz verdrängt. Die Ausfuhren in die USA verringerten sich im ersten Halbjahr leicht um 0,9 Prozent.

Deutlich zu spüren bekam die mittelständisch geprägte Branche die Probleme der Ölförderländer wegen des Ölpreisverfalls. Die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) schrumpften im Durchschnitt um 16,3 Prozent. In einigen Märkten wie Saudi-Arabien und Brasilien war der Rückgang den Angaben zufolge sogar doppelt so hoch.

Als Stabilitätsanker erwies sich aus Sicht der Branche die EU, in die fast die Hälfte (47,3 Prozent) der exportierten Maschinen gingen. Die Ausfuhren in die EU stiegen um 1,7 Prozent, in der Euro-Zone gab es ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Von

dpa

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