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10.02.2015

23:22 Uhr

Ölservicefirma

Halliburton streicht bis zu 6500 Stellen

Der Ölpreisverfall belastet Halliburton. Einem Zeitungsbericht zufolge wird die US-Ölservicefirma weltweit bis zu 6500 Stellen streichen. Niemand sei geschützt, soll Konzernchef Lesar in einer E-Mail geschrieben haben.

Das Logo von Halliburton in Houston, Texas: Wegen des Ölpreisverfalls sieht sich die Ölservicefirma gezwungen, weltweit bis zu 6500 Stellen zu streichen. Reuters

Halliburton

Das Logo von Halliburton in Houston, Texas: Wegen des Ölpreisverfalls sieht sich die Ölservicefirma gezwungen, weltweit bis zu 6500 Stellen zu streichen.

HoustonDie US-Ölservicefirma Halliburton kürzt wegen des Ölpreisverfalls laut einem Zeitungsbericht in großem Stil Jobs. Das Unternehmen werde weltweit 5000 bis 6500 Arbeitsplätze und damit bis zu acht Prozent der Belegschaft streichen, berichtete das „Houston Business Journal“ am Dienstag.

Konzernchef Dave Lesar habe in einer E-Mail an die Angestellten erklärt, dass niemand geschützt sei. Sprecher bestätigten die Maßnahmen gegenüber anderen US-Medien.

Die größten börsennotierten Ölkonzerne der Welt

Die größten Öl- und Gaskonzerne

Sie fördern und raffinieren Erdöl oder Gas und betreiben riesige Tankstellennetze. Wie viel die zehn größten Öl- und Gaskonzerne der Welt an der Börse wert sind.

Quelle: Bloomberg, Stand: 26.7.2012

Platz 10

ENI (Italien)

Der italienische Öl- und Gaskonzern erreicht mit einer Marktkapitalisierung von 70 Milliarden Dollar Rang zehn unter den Energiekonzernen. Das Unternehmen mit Sitz in Rom ist der größte Gasversorger Italiens. Neben dem Öl- und Gasgeschäft mit Exploration, Förderung, Raffinerie und Vertrieb sind die Italiener auch im Stromgeschäft aktiv.

Platz 9

Sinopec (China)

Der chinesische Mineralölriese zählt zu den größten Energiekonzernen des Landes und erreicht an der Börse eine Marktkapitalisierung von 80,9 Milliarden Dollar. Das Unternehmen mit Sitz in Peking ist im Hang-Seng-Index notiert.

Platz 8

Total (Frankreich)

Die Franzosen betreiben in Europa ein dichtes Tankstellennetz. In mehr als 30 Ländern fördert der Konzern Öl und Gas. Der Konzern mit Sitz in Courbevoie nahe Paris erreicht einen Börsenwert von 124 Milliarden Dollar.

Platz 7

Gazprom (Russland)

Der russische Konzern rangiert an der Weltspitze der Gasförderer. Das Moskauer Unternehmen ist an der Börse mit 116 Milliarden Dollar bewertet. Gazprom kontrolliert fast die gesamte Erdgasförderung Russlands.

Platz 6

Petrobras (Brasilien)

Der halbstaatliche Konzern mit Sitz in Rio de Janeiro hat eine Marktkapitalisierung von 125,1 Milliarden Dollar. Die Brasilianer sind besonders in der Offshore-Förderung von Öl stark. Der Konzern wurde ursprünglich zur Abwehr von US-Konzernen gegründet.

Platz 5

BP (Großbritannien)

Die Katastrophe im Golf von Mexiko hat den Konzern in Bedrängnis gebracht. Aktuell ist das Unternehmen mit 129,1 Milliarden Dollar bewertet. In Deutschland wird Benzin und Diesel unter der Marke Aral vertrieben.

Platz 4

Chevron (USA)

Der US-Konzern ist auf dem Parkett 213,4 Milliarden Dollar wert. Die Hauptsitze sind im kalifornischen San Ramon sowie im brasilianischen Fortaleza. Der Konzern ist im Bereich der geothermischen Energiegewinnung führend.

Platz 3

Royal Dutch Shell (Großbritannien)

Das Unternehmen mit Sitz in London und Den Haag zählt zu den drei größten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Shell ist in mehr als 180 Ländern aktiv. An der Börse ist der Konzern mit 216,4 Milliarden Dollar bewertet.

Platz 2

PetroChina (China)

Die Chinesen schoben sich auf rang zwei der größten Öl- und Gaskonzerne vor. An der Börse ist der Konzern 249,2 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen ist besonders im Sudan aktiv und steht deswegen in der Kritik.

Platz 1

Exxon Mobil (USA)

Die Spitze der Öl- und Gaskonzerne erobert Exxon Mobil mit einer Marktkapitalisierung von 399,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen entstand 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon mit Mobil Oil. Das Unternehmen gilt als Nachfolger der Standard Oil Company des legendären Milliardärs John D. Rockefeller.

Die großen Öldienstleister stehen wegen der fallenden Ölpreise unter Druck, durch die sich die Förderung immer weniger rechnet. Halliburton wird in diesem Jahr mit dem Wettbewerber Baker Hughes fusionieren, um Kosten zu senken. Baker Hughes kündigte erst vor kurzem an, 7000 Stellen zu streichen. Kurz darauf gab Branchenführer Schlumberger den Abbau von 9000 Jobs bekannt.

Von

dpa

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