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24.04.2012

11:00 Uhr

Österreichischer Öl- und Gaskonzern

OMV fördert im ersten Quartal mehr Öl und Gas

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat in den ersten drei Monaten des Jahres wieder mehr Öl und Gas gefördert. Die Gesamtproduktion steigt um gut drei Prozent – vor allem wegen der Rückkehr nach Libyen.

Die österreichische OMV macht bei der Fördermenge einen Schritt nach vorn. Reuters

Die österreichische OMV macht bei der Fördermenge einen Schritt nach vorn.

WienOMV hat zu Jahresbeginn dank der Rückkehr nach Libyen wieder mehr Öl und Gas gefördert. Die Gesamtproduktion stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um gut drei Prozent auf 299.000 Barrel pro Tag, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Menge aus dem Vorjahreszeitraum konnte der Konzern allerdings noch nicht wieder erreichen: Damals hatte die OMV 304.000 Barrel pro Tag gefördert.

Die österreichische Firma hatte vor dem Ausbruch der Unruhen in Libyen ein Zehntel ihrer konzernweiten Fördermenge aus dem nordafrikanischen Land bezogen. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi lief die Produktion erst im November 2011 wieder an und steigt seither sukzessive.

Im ersten Quartal steuerte Libyen rund 25.000 Barrel pro Tag bei - deutlich mehr als die 10.000 Barrel aus dem vierten Quartal. In Friedenszeiten fördert die OMV etwa 33.000 Barrel pro Tag in Libyen. Firmenchef Gerhard Roiss hatte angekündigt, dieses Niveau im laufenden Jahr wieder zu erreichen.

Die Raffineriemargen, die die Profitabilität des Öl- und Gasgeschäftes messen, gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,92 von 2,30 Dollar je Barrel zurück. Die Kennzahl setzt die Kosten für die Förderung von Öl und Gas in Relation zu den Gewinnen, die OMV damit erzielt. Hauptgrund für den Rückgang sind die Überkapazitäten in der Branche - die etwa zum Aus für den Raffineriebetreiber Petroplus geführt haben.

Auch Konkurrenten wie dem Ölkonzern ConocoPhillips und dem italienischen Energieunternehmen ERG macht der Druck auf die Margen zu schaffen. Gründe für die rückläufigen Renditen sind auch die Wirtschaftskrise und der hohe Ölpreis, der Treibstoff und Produkte aus Erdöl teurer macht und so die Nachfrage drückt.

Die OMV will sich daher langfristig auf das profitablere Geschäft der Öl- und Gasförderung konzentrieren und ihren 45-Prozent-Anteil am Raffinerieverbund Bayernoil sowie Tankstellen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina verkaufen.

Das Tankstellengeschäft in der Türkei (Petrol Ofisi) habe sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal besser entwickelt „und trug signifikant zum gesamten Marketing-Ergebnis bei“, teilte die OMV mit. Auch die Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Borealis habe „ein gutes Ergebnis“ über dem Niveau des vierten Quartals erzielt.

Den kompletten Quartalsbericht will die OMV am 9. Mai veröffentlichen.

Von

rtr

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