Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.12.2011

10:19 Uhr

Offshore-Windparks

Mehr als 2000 Windräder im Meer genehmigt

Mehr als 2000 Windräder in deutschen Meeren bereits genehmigt. Doch der Windenergie-Verband warnt: der Einfluss von Offshore werde überschätzt.

Spezialschiff "Wind Lift 1" zum Bau von Offshore-Windparks. dpa

Spezialschiff "Wind Lift 1" zum Bau von Offshore-Windparks.

OsnabrückDie Zahl der genehmigten Windräder in deutschen Meeren hat die Marke von 2000 Stück überschritten. Mit der Freigabe für den Bau eines 97 Windräder umfassenden Offshore-Parks vor Borkum habe das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie jetzt insgesamt 2027 Turbinen in 28 Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee bewilligt, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag. Es lägen außerdem Anträge für weitere 80 Offshore-Vorhaben vor, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Behörde.

Der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers, warnte dennoch in der Zeitung vor überzogenen Erwartungen. Der Ausbau von Windkraftanlagen auf See werde langsamer vorangehen als von der Bundesregierung geplant. "Bis 2020 werden nicht wie vorgesehen 10.000 Megawatt installiert, sondern voraussichtlich lediglich 6000 bis 7000 Megawatt", sagte Albers dem Blatt. Derzeit seien 500 Megawatt Leistung installiert.

"Der Einfluss von Offshore ist wahnsinnig überschätzt worden", sagte Albers. Selbst viele Hersteller solcher Anlagen gingen davon aus, dass nur maximal zehn Prozent der Umsätze im Weltgeschäft im Offshore-Bereich zu machen seien. Ein Grund für die Schwierigkeiten dieser Technologie seien "die völlig unterschätzten Wartungskosten", sagte Albers. Für Windkraftanlagen auf hoher See betragen sie dem Verbandschef zufolge drei bis vier Cent pro Kilowattstunde, auf dem Land lediglich einen Cent. Diese Differenz werde auch nicht dadurch abgefedert, dass auf dem Wasser mehr Wind wehe.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×