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11.01.2010

13:31 Uhr

Offshore-Windräder

RWE für mehr Wettbewerb bei Windkraftanlagen

VonMartin Murphy

Bisher dominieren nur Repower und Siemens den Markt für Windanlagen im Meer. RWE findet das zu wenig. Fritz Vahrenholt, Chef der Tochtergesellschaft RWE Innogy, fände drei bis vier Spieler besser. Neue Anbieter anlocken könnten Großprojekte wie der geplante Riesen-Windpark vor der britischen Küste.

Windräder in einem sogenannten Offshore-Windpark in der Nordsee. RWE beklagt fehlenden Wettbewerb auf dem Markt mit Windrädern im Meer. ap

Windräder in einem sogenannten Offshore-Windpark in der Nordsee. RWE beklagt fehlenden Wettbewerb auf dem Markt mit Windrädern im Meer.

FRANKFURT. Der RWE-Konzern hat einen fehlenden Wettbewerb im Markt für Offshore-Windkraftanlagen beklagt. Er würde es begrüßen, wenn weitere Hersteller in die Leistungsklasse von sechs bis 7,5 Megawatt (MW) einsteigen würden, sagte der Chef der Tochtergesellschaft RWE Innogy, Fritz Vahrenholt. Gut wären drei bis vier Spieler.

Bislang gibt es mit Repower und Siemens nur zwei nennenswerte Anbieter von Anlagen, die im Meer aufgestellt werden können. Die Nase vorne hat dabei die Hamburger Repower, die eine Windanlage mit einer Leistung von sechs MW in ihrem Programm hat. Die stärkste Siemens-Anlage kommt nur auf eine Leistung von 3,6 MW.

Um den Nachteil auszugleichen, forscht Siemens bereits an einem stärkeren Modell mit sieben MW. Diese werde aber sicherlich nicht vor dem kommenden Jahr auf den Markt kommen können, heißt es in der Branche.

Der Leistungsnachteil kostet Siemens bares Geld: Kurz vor dem Startschuss für den Offshore-Windpark Nordsee Ost hat der RWE-Konzern einen Wechsel beschlossen. Statt Siemens kommt bei dem Projekt vor der deutschen Küste Repower zum Zuge.

Weltmarktführer Vestas hatte sich vor einigen Jahren nach Problemen bei seinen Offshore-Anlagen aus dem Geschäft zurückgezogen. Laut RWE-Manager Vahrenholt wollen die Dänen nun in den lukrativen Markt zurückkehren. Einen Einstieg soll auch General Electric prüfen.

Angelockt werden sie von Projekten, wie sie vor der britischen Küste entstehen. Für rund 110 Milliarden Euro sollen Windparks mit einer Leistung von 32 Gigawatt gebaut – rund ein Viertel des britischen Strombedarfs könnte damit gedeckt werden. Mit dabei sind auch die deutschen Unternehmen RWE, Eon, Siemens und Hochtief, wie die britische Regierung mitteilte. Aufgrund der großen Nachfrage und der Verengung auf die beiden Hersteller Repower und Siemens sind die Preise für Offshore-Windanlagen stabil geblieben.

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