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24.01.2009

11:04 Uhr

Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende

Franz: GM soll Opel endlich in USA vermarkten

Nach dem Einstieg von Fiat beim US-Hersteller Chrysler hat der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz scharfe Kritik am Opel-Mutterkonzern GM geübt: Das US-Unternehmen sie immer noch nicht in der Lage, Opel als globale Marke zu positionieren, kritisierte der Aufsichtsrats-Vize laut Medienbericht.

Arbeitnehmervertrerter Klaus Franz kritisiert die schwer angeschlagene Opel-Mutter GM. Foto: ap ap

Arbeitnehmervertrerter Klaus Franz kritisiert die schwer angeschlagene Opel-Mutter GM. Foto: ap

HB RÜSSELSHEIM. Er wiederholte damit seine Forderung, die deutsche Traditionsmarke endlich auf dem US-Markt einzuführen.

Der Vertrieb einzelner Wagen unter den Marken Buick und Saturn laufe mehr schlecht als recht. "Nur unter der Marke Opel können Opel - Produkte in den USA von ihrer Herkunft profitieren, vom Prädikat 'German Engineering'", sagte Franz gegenüber auto-motor-und- sport.de weiter. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende bezeichnete den Rückzug der Marke vom indischen Markt zugunsten von Chevrolet als Fehler. Gerade aufstrebende Mittelschichten suchten erschwingliche Wagen, die selbst Premium-Ansprüchen gerecht würden. Dies zeige auch die erfolgreiche Entwicklung auf dem russischen Markt.

Dem Konkurrenten Fiat räumte Franz gute Chancen auf dem US-Markt ein. "Das ist ein geschickter Schachzug von Fiat-Chef Sergio Marchionne. Billiger und schneller kann sich Fiat, insbesondere Alfa Romeo, auf dem US-Markt kein flächendeckendes Händlernetz einverleiben", erklärte Franz. Wie alle anderen Europäer wolle Fiat vom Niedergang der US-Industrie profitieren. Schließlich hätten die Europäer genau die verbrauchsgünstigen, kompakten Autos im Angebot, welche die US-Kunden nun verstärkt nachfragten.

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