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13.06.2011

13:43 Uhr

Opel-Händler

Keine Angst vor chinesischem Investor

Weiterhin wird über den Verkauf von Opel spekuliert. Doch speziell das Szenario, das den Einstieg eines chinesischen Investors durchspielt, scheint die Opel-Händler nicht abzuschrecken. Manche wittern sogar eine Chance.

Verkauf oder kein Verkauf?

Die Spekulationen um Opel reißen nicht ab

Verkauf oder kein Verkauf?: Spekulationen um Opel reißen nicht ab: Verkauf oder kein Verkauf?

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Frankfurt Die großen Opel-Händler sehen einer möglichen Übernahme des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens durch einen chinesischen Autobauer gelassen entgegen. „Es würde sicher für Opel neue Märkte öffnen, wenn ein Chinese einstiege“, sagte Albert Still, Aufsichtsratsvorsitzender der AVAG Holding, der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“. Die AVAG Holding ist Europas größter Opel-Händler. Der Einstieg eines chinesischen Investors müsse keine negativen Folgen für eine europäische Marke haben, das zeige die Übernahme von Volvo durch Geely, erklärte Still.

Aus Sicht des Chefs der Mehrmarkengruppe Dürkop und eines der größten Opel-Händler Deutschlands, Stefan Quary, sollten sich die deutschen Unternehmen mit einem seriösen chinesischen Investor, der eine Übernahme als Markteintritt in Europa und als Globalisierungsmaßnahme für sein eigenes automobiles Engagement nutzen wolle, ernsthaft auseinandersetzen. Der Handel müsse einen solchen Schritt nicht kritisch einzuschätzen, „wenn man Opel weiter vernünftig als europäische Marke positioniert und nicht nur das Know-how aussaugt, sondern in der Entwicklung fortschreitet“, erklärte Quary der Zeitung.

Gedankenspiele erlaubt: Welche Chancen würde ein Opel-Verkauf bieten? Quelle: dpa

Gedankenspiele erlaubt: Welche Chancen würde ein Opel-Verkauf bieten?

Nach Meinung von Quary ist der Verkauf von Opel allerdings generell ein strategischer Fehler, vor allem mit Blick auf die Innovationsstärke des Mutterkonzerns General Motors (GM). Eine Übernahme durch Volkswagen, die in Berichten als Option genannt wurde, sieht Quary kartellrechtlich als schwierig an.

Auch der Sprecher des Verbandes Deutscher Opel- und Chevrolet-Händler, Thomas Bieling, glaubt nicht an einen Verkauf des Opel-Konzerns an VW. „Was sollte VW mit Opel, das wäre eine 1:1-Kopie“, sagte er der „Automobilwoche“. Sinnvoll könne dies für VW nur dann sein, „wenn man die Marke sterben ließe, um einen Konkurrenten weniger zu haben“. Bieling forderte von der GM-Führung eine klare Aussage zur Zukunft von Opel: „Ein Brief von Herrn Stracke beruhigt mich nicht, ich möchte einen solchen Brief von Herrn Akerson sehen. Aber von ihm kam bislang nichts.

 

Von

dapd

Kommentare (1)

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RoadRunner

13.06.2011, 22:56 Uhr

die Chinesen brauchen eine Vertriebskette fuer ihre Billigfahrzeuge. Opel waere das richtige Opfer.
Die US Industrien fangen an, alle Arbeitsplaetze langsam zurueck in die USA zu verlagern. GE schliesst mehrere Werke in China und baut tausende von neuen Arbeitsplaetzen in Louisville, Kentucky. Die Globalisierungsfall schnappt zuund die grossen Gewinner sind weder die Arbeitnehmer, noch die westlichen Industrielaender.

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