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05.06.2013

20:26 Uhr

Opel-Mutter

USA verkaufen weitere Anteile an GM

Während der Finanzkrise übernahm die US-Regierung große Teile der Opel-Mutter GM. Nun zieht sich die USA Stück für Stück aus dem Unternehmen zurück: die Anteile sollen verkauft werden - mit Milliardenverlust.

GM soll wieder privatisiert werden. ap

GM soll wieder privatisiert werden.

WashingtonDie US-Regierung setzt ihren Ausstieg aus der während der Finanzkrise geretteten Opel-Mutter General Motors (GM) fort. Das Finanzministerium wird nach Angaben vom Mittwoch bereits am Donnerstag 30 Millionen Aktien im Zuge der Wiederaufnahme des Autobauers in den prestigeträchtigen Aktienindex S&P-500 verkaufen. Bei dem gegenwärtigen Aktienkurs von 34,26 Dollar ist dieser Anteil gut eine Milliarde Dollar wert.

Die Regierung will bis Anfang nächsten Jahres ganz bei GM aussteigen. Derzeit hält der Staat noch einen Anteil von fast 18 Prozent. Im Dezember hatte die Regierung bereits 200 Millionen Aktien zurück an die Firma verkauft. Sie besaß nach der staatlichen Rettung im Volumen von knapp 50 Milliarden Dollar zunächst einen Anteil von gut 60 Prozent an GM. Es gilt als sicher, dass die Regierung bei dem Ausstieg letztendlich einen Milliardenverlust verbuchen muss. Allerdings war das erklärte Ziel der Aktion nie, einen Gewinn einzustreichen, sondern vielmehr Arbeitsplätze zu sichern.

Gleichzeitig mit der Regierung plant die Autoarbeitergewerkschaft UAW den Verkauf von 20 Millionen Aktien - dadurch kommen insgesamt 50 Millionen Papiere unter den Hammer. Die Regierung wird nach dem Verkauf noch immer rund 212 Millionen GM-Aktien halten, die derzeit insgesamt 7,4 Milliarden Dollar wert sind. Bislang hat die Regierung bei der Privatisierung des Traditionskonzerns 31,7 Milliarden Dollar eingenommen - damit beläuft sich das Minus bislang noch auf 17,7 Milliarden Dollar.

Größte Autohersteller in den USA

Platz 10

BMW - 348.000 verkaufte Fahrzeuge

Die USA gehören für die Münchener zu den wichtigsten Märkten der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Absatz um 14 Prozent zulegen.

Platz 9

Kia - 558.000 verkaufte Fahrzeuge

Die Koreaner sind auf Rang neun abgerutscht. Und das trotz eines Absatzzuwachs von 15 Prozent.

Platz 8

Volkswagen - 596.000 verkaufte Fahrzeuge

Während die Wolfsburger weltweit zu den größten Autoherstellern zählen, haben sie auf dem amerikanischen Markt noch einen großen Abstand zur Spitze. Immerhin legte der Absatz im Jahresvergleich um 34 Prozent zu.

Platz 7

Hyundai - 703.000 verkaufte Fahrzeuge

Neun Prozent mehr Fahrzeuge konnten die Koreaner im Jahr 2021. In den USA bewegen sie sich auf einem Mittelfeldplatz.

Platz 6

Nissan - 1,14 Millionen verkaufte Fahrzeuge

In den USA erholen sich die Japaner von ihrer Absatzschwäche. Mit einem Wachstum von zehn Prozent festigen sie ihre Position unter den größten Herstellern in den USA.

Platz 5

Ford - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Im Heimatmarkt verkaufen die US-Amerikaner 25 Prozent ihrer Fahrzeuge. Die Verkäufe ziehen leicht an: Ford kommt auf ein Wachstum von sechs Prozent.

Platz 4

Honda - 1,421 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Japaner erobern hauchdünn den vierten Platz in den USA. Der Absatz wurde um 24 Prozent gesteigert.

Platz 3

Chrysler - 1,65 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Chrysler gehörte zu den totgesagten Markten in den USA in Folge des Konjunktureinbruchs 2009. Doch mittlerweile ist der US-Konzern zum Retter geworden – und zwar für die Mutter Fiat. In 2012 gab es ein Plus von 21 Prozent bei den Absatzzahlen.

Platz 2

Toyota - 2,08 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Die Absatzzahlen der Japaner sind 2012 in den USA regelrecht explodiert. Im Vorjahrsvergleich verkaufte Toyota 27 Prozent mehr Fahrzeuge.

Platz 1

General Motors - 2,60 Millionen verkaufte Fahrzeuge

Detroit bleibt die Wiege der amerikanischen Autoindustrie - und General Motors führend im Heimatland. Gegenüber dem Vorjahr gab es ein leichtes Wachstum von vier Prozent.

Methodik

Einmal pro Quartal erstellen die Wirtschaftsprüfer von Ernst&Young ein Ranking der größten Autokonzerne nach Absatz. Wie die Autohersteller in den USA abgeschnitten haben. (Daten: Gesamtjahr 2012)

Die staatliche Rettung hatte GM die Mitgliedschaft im S&P-500-Index gekostet. Die bevorstehende Wiederaufnahme am Donnerstag nach US-Handelsschluss ist damit ein besonderer Schritt. Da sich viele Anleger an der Zusammensetzung des Index orientieren, kann die Aufnahme dem GM-Kurs zusätzlichen Auftrieb geben.

Von

rtr

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