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14.05.2012

12:07 Uhr

Opel-Standorte

Astra wird nur noch in zwei Werken gebaut

Opel-Chef Stracke hat angekündigt, dass der Astra künftig nur noch in zwei Werken gebaut wird. Das Hauptmodell des angeschlagenen Konzerns werde im Dreischichtbetrieb produziert. Zu Werkschließungen sagte er nichts.

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RüsselsheimDer Autohersteller Opel trifft mit der Skizze eines neuen Unternehmensplans offenbar auf die Skepsis der Mitarbeiter. Zwar bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Karl-Friedrich Stracke nach einer Betriebsversammlung am Montagmorgen sein Bekenntnis zum Stammwerk Rüsselsheim und die Standortgarantieren bis Ende 2014. Zugleich sagte Stracke, dass das Modell Astra künftig nur noch an zwei Standorten wirtschaftlich sinnvoll gefertigt werden könne.

Der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug sagte nach der Betriebsversammlung, auf der es zeitweise laut zugegangen sein soll: "Die Stimmung ist angespannt." Die Teilnahme der Ministerpräsidenten von Hessen und Rheinland-Pfalz, Volker Bouffier (CDU) und Kurt Beck (SPD), bezeichnete er als Zeichen der Solidarität. "Es gibt gute Ideen, wie das Unternehmen nach vorne gebracht werden kann", sagte Schäfer-Klug. Gleichwohl gebe es weiteren Gesprächsbedarf mit der Geschäftsleitung.

Teil des Zehn-Punkte-Plans, den Stracke den Beschäftigten vorstellte, ist eine neue Fertigungsstrategie. "Angesichts der erwarteten Nachfrage sind wirtschaftlich nur zwei Astra-Werke sinnvoll", sagte der Vorstandschef. Wenn zwei Werke im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten könnten, sei das viel sinnvoller, als an drei Standorten einen Zwei-Schicht-Betrieb zu fahren.

Aus dieser Aussage lässt sich herauslesen, dass der Astra bald nur noch in England und Polen produziert werden könnte, nicht aber in Rüsselsheim. Dafür wird darüber spekuliert, dass ein Teil der Produktion vom Werk in Bochum ins Stammwerk geholt werden könnte, um dort für Auslastung zu sorgen. Dies würde die Existenz des Bochumer Werks bedrohen, für das es noch bis Ende 2014 eine Standortgarantie gibt.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

14.05.2012, 12:53 Uhr

Wir haben genuegend faehige Autoproduzenten, um auf Opel in Deutschland verzichten zu koennen. Diese wachsen mit Konzept. Bitte beendet dieses Opel-Drama - es ist nur mehr peinlich.

Account gelöscht!

14.05.2012, 13:20 Uhr

Sobald GM sich über Opel äußert, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, daß gelogen wird. Haben die Betriebsratvorsitzenden, die Gewerkschaftsfunktionäre und die kommunale Politiker immer noch nichts gelernt.???

kkk

14.05.2012, 14:00 Uhr

Ich bin nicht der Meinung dass man auf Opel verzichten kann, und schon garnicht dass es im selben Bereich viele Alternativen gibt. Vielleicht wenn die Chinesen in der kommenden Dekade kommen.
Ich denke Opel kann die Lücke die es selbst hinterlies wieder gut auffüllen, nur muss sich etwas in der Firmenpolitik ändern. Das ist aber schwer bis unmöglich solange die Amis mit ihrem Scientology Denken die Fäden in der Hand haben.

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