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30.05.2017

12:00 Uhr

Opel und PSA

Erste Verzögerungen im Verkaufsprozess

Der Opel-Verkauf zieht sich in die Länge. Aktuell soll es noch vertragliche Diskrepanzen zwischen PSA, General Motors und den Arbeitnehmern geben. Der Verkaufsabschluss soll dennoch in diesem Jahr erfolgen.

Bei der geplanten Übernahme von Opel durch den französischen Autobauer PSA kommt es zu ersten Verzögerungen. dpa

PSA & Opel

Bei der geplanten Übernahme von Opel durch den französischen Autobauer PSA kommt es zu ersten Verzögerungen.

RüsselsheimDer Opel-Verkaufsprozess an den französischen PSA-Konzern ist erstmals ins Stocken geraten. Der eigentlich für diese Woche geplante Betriebsübergang von der Adam Opel GmbH auf die neue gegründete Gesellschaft Opel Automobile GmbH wurde ausgesetzt, wie Unternehmen und Betriebsrat am Dienstag in Rüsselsheim bestätigten. Hintergrund sind noch nicht unterschriebene Vereinbarungen zum künftigen Arbeitsvolumen des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim. Zuerst hatte die „Allgemeine Zeitung“ aus Mainz über den Vorgang berichtet.

Die Arbeitnehmervertretung und die Gewerkschaft IG Metall wollen vor dem Übergang das Arbeitsvolumen für das firmeneigene Entwicklungszentrum (ITEZ) mit rund 7700 Mitarbeitern in Rüsselsheim festschreiben. Dazu gehören auch Entwicklungsaufträge des Noch-Eigentümers General Motors, die bis 2020 rund 30 Prozent des Auftragsvolumens ausmachen könnten.

Opel: Betriebsrat will Entwicklungsvolumen bis 2020 festschreiben

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Beim Verkauf des Autobauers Opel an den PSA-Konzern geht es um viele Jobs. Um mit den Franzosen über die Arbeitsteilung verhandeln zu können, will der Betriebsrat möglichst viel Arbeit für die eigenen Ingenieure sichern.

Dem Vernehmen nach fehlen dazu noch belastbare Serviceverträge zwischen GM und dem künftigen Eigentümer PSA. Das Thema sei eigentlich nicht strittig, müsse aber wegen des bevorstehenden Verkaufs im Detail festgehalten werden, hatte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug vor einigen Tagen erklärt.

Der Peugeot-Mutterkonzern PSA will den deutschen Konkurrenten noch in diesem Jahr übernehmen und kostengünstiger organisieren. Die Franzosen sollen für das GM-Europa-Geschäft inklusive der britischen Opel-Schwester Vauxhall und der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro zahlen. Opel/Vauxhall beschäftigt etwa 38 000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland.

Die Beschäftigten in den deutschen Werken sind über einen Tarifvertrag bis Ende 2018 vor Entlassungen sicher. PSA unterhält eigene Entwicklungszentren mit rund 13 000 Beschäftigten, so dass Doppelfunktionen und Job-Streichungen zu erwarten sind.

Der geplante Betriebsübergang auf die Opel Automobile GmbH sollte zunächst noch innerhalb des GM-Konzerns stattfinden und sozusagen das zum Verkauf stehende „Opel pur“ abbilden. Die Pensionslasten sollten bei GM verbleiben, wie bereits in den Verkaufsgesprächen vereinbart worden war.

Es herrsche kein Dissens zwischen den Verhandlungspartnern, sagte eine Sprecherin des Betriebsrats am Dienstag. Es sei lediglich noch nicht gelungen, die sehr komplexen Beziehungen vertraglich abzubilden. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass man unverändert mit einem Abschluss des Verkaufsprozesses in der zweiten Jahreshälfte 2017 rechne. Beim Betriebsübergang sei man auf einem guten Weg. Einen neuen Termin für diesen Zwischenschritt nannten beide nicht.

Von

dpa

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