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05.09.2012

11:47 Uhr

Opel weist Gerüchte zurück

Verhandlungen mit Peugeot laufen gut

Der Autobauer Opel muss die Kosten drücken - helfen soll die Zusammenarbeit mit Peugeot-Citroën. Allerdings soll der Mutterkonzern GM die Allianz torpediert haben. Opel weist die Gerüchte zurück, alles laufe nach Plan.

Insignia-Produktion im Opel-Werk Rüsselsheim. dapd

Insignia-Produktion im Opel-Werk Rüsselsheim.

RüsselsheimDer Autobauer Opel sieht sich bei den Verhandlungen zur Zusammenarbeit mit dem französischen Partner PSA Peugeot-Citroën auf einem guten Weg. Medienberichte, wonach die Opel-Mutter General Motors (GM) entschieden habe, die Plattform des nächsten Opel-Mittelklassemodells nicht an den französischen Partner weiterzugeben, wiesen die Rüsselsheimer entschieden zurück: „Die Absicht ist, Fahrzeugarchitekturen gemeinsam zu entwickeln, wenn sich das finanziell rechnet“, sagte ein Opel-Sprecher am Mittwoch der dpa in Frankfurt: „Wir sind noch mitten in den Gesprächen und es ist völlig verfrüht zu sagen, das sei von GM abgelehnt worden. Das ist falsch.“

Durch die Allianz des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) mit den Franzosen sollen vor allem im defizitären Europageschäft um Opel in den Bereichen Logistik, Einkauf und Produktentwicklung Kosten gesenkt werden, betonte die Adam Opel AG: „Gemeinsame Projekte im Bereich der Produktion sind nicht Teil der bestehenden Allianzvereinbarung.“

Das Handelsblatt (Mittwochsausgabe) sowie „Spiegel Online“ hatten berichtet, dass Opel eigentlich die Basis für den Insignia entwickeln wollte und dass darauf auch ein Peugeot- und ein Citroën-Modell gebaut werden sollten. Alle drei Modelle hätten in Rüsselsheim gefertigt werden sollen, um das Werk besser auszulasten. Allerdings hätten jetzt Manager der GM-Töchter China und Buick dagegen ein Veto eingelegt - aus Angst, die französischen Fahrzeuge könnten den eigenen Modellen starke Konkurrenz machen. Nun solle Opel das Modell nur für die eigene Marke und für Buick entwickeln.

Der Opel-Sprecher betonte hingegen, ein Hauptziel der Allianz sei es gerade, Produkte gemeinsam zu entwickeln und Fahrzeugarchitekturen in beiden Konzernen zu nutzen: „Das auszuschließen widerspricht dem Geist der Allianz.“

Von

dpa

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