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28.02.2011

11:36 Uhr

Osram

Siemens-Tochter übernimmt Siteco

Siemens holt für einen dreistelligen Millionenbetrag seine ehemalige Leuchtentochter Siteco zurück in den Konzern. Die Übernahme des Beleuchtungsspezialisten soll das Systemgeschäft von Osram stärken.

Energiesparlampen im Augsburger Osram-Werk: Die Lichttechniksparte von Siemens baut mit Siteco das Geschäft mit Komplettanlagen aus. Quelle: ap

Energiesparlampen im Augsburger Osram-Werk: Die Lichttechniksparte von Siemens baut mit Siteco das Geschäft mit Komplettanlagen aus.

MünchenDie Lichttechniksparte Osram übernehme den oberbayerischen Beleuchtungsspezialisten und baue damit ihr Systemgeschäft aus, teilte Siemens am Montag mit. Der Kaufpreis belaufe sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, sagte ein Unternehmenssprecher. Siteco war 1997 aus dem Konzern ausgegliedert worden. In der Folge übernahmen zwei Finanzinvestoren das Ruder, zuletzt die die Barclays Private Equity.

Siteco erwirtschaftete zuletzt mit 1250 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 220 Millionen Euro und fertigt in Deutschland und China unter anderem Straßenlaternen und Fluchtlichtanlagen. Das Unternehmen aus dem bayerischen Traunreut stattete unter anderem das neue Münchner Fußballstadion und den Flughafen Madrid aus. Osram erweitere mit dem Kauf sein Geschäft mit Komplettanlagen, sagte Firmenchef Martin Goetzeler. "Das gilt für energiesparende konventionelle Beleuchtungstechnik sowie insbesondere für LED-basierte Leuchten und Systeme, bei denen wir das stärkste Wachstum erwarten." Siteco ist nach Siemens-Angaben die Nummer 5 im europäischen Leuchtenmarkt und konkurriert unter anderem mit Philips und der österreichischen Zumtobel.

Osram hat sich seit einigen Jahren stark auf die Entwicklung und die Fertigung von Leuchtdioden (LEDs) verlegt und erhofft sich in der Zukunft gute Geschäfte mit den bislang noch vergleichsweise teuren Leuchtmitteln. Für Siemens ist die Akquisition von Siteco die erste größere seit dem Kauf des israelischen Solarzulieferers Solel im Herbst 2009. Vorstandschef Peter Löscher hatte angekündigt, die drei Kernbereiche Industrie, Energie und Medizintechnik mit kleineren Übernahmen bei Gelegenheit zu stärken, wenn es technologisch und wirtschaftlich Sinn ergibt.

Von

rtr

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