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28.12.2011

18:35 Uhr

Ostsee-Gaspipeline

Gazprom erwägt den Ausbau von Nord Stream

Der russische Gaskonzern wird in den kommenden Monaten den Ausbau der Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland prüfen. Mit zwei weiteren Röhren könnte die Jahresleistung von Nord Stream verdoppelt werden.

Im November 2011 ging die Ostseepipeline Nord Stream offiziell in Betrieb. dapd

Im November 2011 ging die Ostseepipeline Nord Stream offiziell in Betrieb.

MoskauDer russische Staatskonzern Gazprom prüft einen Ausbau der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland. Das Unternehmen werde in den kommenden Monaten mit einer Machbarkeitsstudie für eine dritte und vierte Röhre beginnen, kündigte Konzernchef Alexej Miller am Mittwochabend nach Angaben der Agentur Ria Nowosti an. Mit den zusätzlichen Pipelines könne die Jahresleistung von Nord Stream auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr verdoppelt werden, sagte Miller.

„Mit unseren ausländischen Partnern haben wir bereits Gespräche über eine Erweiterung geführt“, sagte Miller. Der erste Strang war am 8. November offiziell eröffnet worden, die zweite Röhre soll im Oktober 2012 fertig werden. An Nord Stream sind unter anderem auch die BASF-Tochter Wintershall sowie Eon Ruhrgas mit je 15,5 Prozent beteiligt.

Zugleich räumte Miller ein, dass Gazprom 2011 wegen der Atomkatastrophe von Fukushima und dem libyschen Bürgerkrieg weniger Gas exportiert habe als erwartet. Insgesamt habe der Konzern 150,3 Milliarden Kubikmeter ausgeführt, zu Jahresbeginn hatte Gazprom noch mit 155 Milliarden Kubikmetern geplant. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen jedoch erneut eine gewaltige Steigerung melden - 2010 hatte Gazprom insgesamt 138,6 Milliarden Kubikmeter exportiert.

Von

dpa

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