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18.01.2010

12:35 Uhr

Ostsee-Pipeline

Gazprom findet Abnehmer für Gas

Gazprom hat bei der geplanten Ostsee-Gasleitung inzwischen fast für die Hälfte der Gesamtkapazität Abnehmer gefunden. Der russische Energiekonzern ist auch bei deutschen Versorgern fündig geworden.

Die Pipeline durch die Ostsee ist auf einem guten Weg. ap

Die Pipeline durch die Ostsee ist auf einem guten Weg.

HB MÜNCHEN. Gazprom hat „bereits Kaufverträge über mehr als 21 Mrd. Kubikmeter mit Abnehmern in Dänemark, Deutschland, Frankreich und Großbritannien abgeschlossen“, sagte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Nord Stream, Matthias Warnig, dem Wirtschaftsmagazin „Euro“.

Zu den Abnehmern gehört außer Eon Ruhrgas auch die gemeinsame Tochter von Wintershall und Gazprom, Wingas. Diese plane „über einen Zeitraum von 25 Jahren zusätzlich zu bestehenden Liefermengen jährlich bis zu neun Mrd. Kubikmeter Erdgas über die neue Pipeline zu beziehen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Magazin.

Neben dem Mehrheitsaktionär Gazprom (51 Prozent) halten BASF/Wintershall AG und Eon Ruhrgas AG je 20 Prozent der Anteile der Nord Stream AG. Die niederländische Gasunie ist mit neun Prozent beteiligt.

Das Firmenkonsortium Nord Stream will mit der Verlegung der Pipeline im kommenden April beginnen. Ende 2011 soll das erste Gas vom russischen Wyborg bis nach Lubmin bei Greifswald fließen. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Leitungsstranges ein Jahr später soll die Trasse eine Gesamtkapazität von 55 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen.

Trotz der Wirtschaftskrise rechnet Warning nicht damit, dass es bei der Finanzierung des 7,4 Mrd. Euro teuren Projekts Probleme geben wird. An der ersten Phase der Finanzierung, die Anfang des Jahres abgeschlossen werde, hatten sich 27 Banken beteiligt. Darüber hinaus hatte Nord Stream nach eigenen Angaben beim Bund Bürgschaften in Höhe von 2,6 Mrd. Euro beantragt.

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