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19.05.2012

10:55 Uhr

Outdoor-Hersteller

Mammut wandert ins Allgäu

VonJoachim Hofer

Der Schweizer Bergsporthersteller gehört zu den begehrtesten Outdoor-Marken, doch der starke Franken wurde immer mehr zu einer Last. Nun zieht das Unternehmen Konsequenzen und verlagert einen Firmenteil nach Deutschland.

Gipfel in Grönland. Der Bergsport wird beliebter, nur die Währungen spielen nicht immer mit. ap

Gipfel in Grönland. Der Bergsport wird beliebter, nur die Währungen spielen nicht immer mit.

SeonJüngst war Aufräumtag bei Mammut. Da haben die Mitarbeiter in der Zentrale im schweizerischen Seon all die Ordner und Kisten weggeworfen, die sich mit den Jahren angesammelt hatten, für die es aber keine Verwendung mehr gab.

In ein paar Monaten wird schon wieder aufgeräumt bei der Outdoormarke: Dann zieht das Lager aus der Nähe von Zürich in einen 26 Millionen Euro teuren Neubau südlich von Memmingen im Allgäu. Von dort aus werden dann alle Kunden in Europa bedient, auch die auf dem Heimatmarkt zwischen St. Gallen und Genf.

Dass die Eidgenossen im benachbarten Deutschland investieren, hat wirtschaftliche Gründe. "Die Hälfte unserer Kosten fallen in Franken an. In der Schweiz machen wir aber nur ein Fünftel vom Umsatz", sagte Mammut-Chef Rolf Schmid im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Das war lange kein Problem. Doch vergangenes Jahr hat der Franken gegenüber dem Euro massiv an Wert gewonnen. Schmid musste reagieren: "Wir verlagern mit unserem neuen Logistikzentrum Kosten von der Schweiz in den Euro-Raum."

Mammut ist eine der begehrtesten Outdoormarken. Bergsportler zahlen für die Jacken und Hosen mit dem Logo des urzeitlichen Elefanten mehrere Hundert Euro. Zudem stellt Mammut auf eigenen Maschinen am Stammsitz in Seon Kletterseile her.

Kommentare (2)

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Schlieremer

20.05.2012, 08:03 Uhr

Es ist schon interessant wie schnell auf die Frankenstärke reagiert werden konnte. Anfang 2011 steigt der CHFWert und Mitte 2012 kann schon zum Allgäu gezügelt werden. Daher vermute ich das die Vorbereitung zum Allgäu zügeln schon seit 2009 gestartet wurden.Aber es ist dem Schweizer natürlich einfacher zu vermitteln, dass die Frankenstärke Schuld ist.

outdooooorer

20.05.2012, 12:02 Uhr

richtiger schachzug- topp markenwerte- gute langfristige, nachhaltige Unternehmensführung...

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