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11.09.2013

02:19 Uhr

Paketverkauf

Kanada lässt Millionen GM-Aktien sausen

Fast zehn Milliarden Dollar hat Kanada für die Rettung des angeschlagenen Autokonzerns General Motors hingeblättert. Jetzt will die Regierung so schnell wie möglich aussteigen - aber zum höchstmöglichen Preis.

Am Band bei General Motors: Kanada will seine Beteiligung an dem Autobauer massiv zurückfahren. ap

Am Band bei General Motors: Kanada will seine Beteiligung an dem Autobauer massiv zurückfahren.

TorontoDie kanadische Regierung verkauft fast ein Viertel ihrer Beteiligung am Opel-Mutterkonzern General Motors im Umfang von mehr als einer Milliarde Dollar. 30 Millionen Stammaktien würden in einem Paketverkauf an die Bank of America sowie an RBC Capital Markets, eine Tochter der Royal Bank of Canada, veräußert, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Die Anteilsscheine würden zum Schlusskurs vom Dienstag verkauft, allerdings mit einem geringen Rabatt. Das GM-Papier war bei 37 Dollar aus dem Handel gegangen. Damit kommt das Paket auf einen Wert von 1,11 Milliarden Dollar.

Auch nach dem Verkauf hält die kanadische Regierung mit mehr als 110 Millionen Stammaktien sowie mehr als 16 Millionen Vorzugsaktien eine nicht unbeträchtliche Beteiligung an dem US-Autobauer. Die Investition in GM sei stets vorübergehend gemeint gewesen, begründete Finanzminister Jim Flaherty den Schritt. Man wolle so schnell aussteigen wie es machbar sei und dabei den höchstmöglichen Beitrag für den kanadischen Steuerzahler sicherstellen.

Die kanadische Regierung und die Provinz Ontario hatten 2009 fast zehn Milliarden Dollar in die Rettung des angeschlagenen Konzerns investiert. Im Gegenzug muss GM seine Produktion in Kanada längerfristig aufrechterhalten.

Die US-Regierung hatte im Dezember mitgeteilt, die gesamte Beteiligung an GM innerhalb von 15 Monaten verkaufen zu wollen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

11.09.2013, 08:04 Uhr

Völlig verständlich. GM ist nur oberflächlich betrachtet gestärkt aus der Krise gekommen - weil die Amis wieder ihren voluminösen Schrott wollen. Die klopfen immer noch reihenweise 8 Zylinder in Leiterrahmen mit Billigbremse und Billgstaufbau. Die nächste Welle spült den Riesen weg. Die, die noch etwas von Fortschritt verstehen wie Opel, werden kurzgehalten und bekommen einen andernorts mehrfach ausrangierten Chef vorgesetzt. Bravo.

Thomas-Melber-Stuttgart

11.09.2013, 09:51 Uhr

Dafür kann man sich diese Autos auch leisten - sie sind relativ langlebig und einfach zu warten und zu reparieren. Size matters!

Autotechniker

11.09.2013, 14:09 Uhr

Wie kann ein Rechtsstaat auch anders.
Den Gaunern, Schlächtern, Betrügern und miesesten Managern - kurz GM - muss das Handwerk gelegt werden und die den Altaktionären geklaute Firma in Einzelteile zerlegt und Interessenten verteilt werden.

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