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24.10.2013

18:51 Uhr

Pakt mit Gewerkschaften

PSA will flexibler werden, ohne Werke zu schließen

PSA Peugeot Citroën schließt einen Pakt mit den Mitarbeitern und will es damit aus der Krise schaffen. Die Gehälter werden im kommenden Jahr eingefroren, in Frankreich soll es keine Werksschließungen geben.

Fertigung von PSA Peugeot Citroën in China: Der Autokonzern leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt. AFP

Fertigung von PSA Peugeot Citroën in China: Der Autokonzern leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt.

ParisStandortgarantie gegen Lohnzurückhaltung und mehr Flexibilität: Der kriselnde französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat mit seinen Arbeitern einen Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit vereinbart. Konzernleitung und vier von sechs Gewerkschaften unterzeichneten am Donnerstag in Paris die Übereinkunft, wie PSA mitteilte. Eine ähnliche Vereinbarung hatte zuvor bereits der französische PSA-Konkurrent Renault mit seinen Arbeitern geschlossen.

PSA sagt zu, dass bis 2016 kein Werk in Frankreich geschlossen wird. Ausnahme ist das Werk in Aulnay-sous-Bois nahe Paris, dessen Schließung im kommenden Jahr bereits beschlossen wurde. Auch soll die Zahl der in Frankreich produzierten Fahrzeuge erhöht werden. Im Gegenzug werden im kommenden Jahr die Gehälter allgemein eingefroren. Auch sagen die Arbeiter mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten zu.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

PSA Peugeot Citroën leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der Konzern nach wie vor 58 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften. PSA hat einen harten Sparplan aufgelegt und will bis Mai 2014 insgesamt 11.200 Stellen streichen.

Von

afp

Kommentare (1)

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24.10.2013, 19:14 Uhr

Das war vorherzusehen. Der lächerliche französische Präsident hat - wie üblich - ein vor Unwissenheit strotzendes Machtwort im Hintergrund gesprochen.

Aus genau so einem Pakt heraus entstand bereits die heute fehlende Flexibilität und falsche Marktausrichtung von Peugeot. Es immer allen recht machen führt nie zu einem gut aufgestellten Unternehmen. Die Aktie rauscht in den nächsten Monaten weiter bergab. Die Zahlen werden es begründen.

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