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03.03.2004

15:28 Uhr

Papierindustrie hofft auf EU-Osterweiterung

Sinkende Papierpreise schmälern Erträge

ückläufige Preise, Überkapazitäten und steigende Rohstoffkosten schmälern die Gewinne der deutschen Papierhersteller. Zum dritten Mal in Folge habe sich die Ertragslage der Unternehmen 2003 verschlechtert, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Hans-Michael Gallenkamp, am Mittwoch in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. Im Durchschnitt habe der Preisverfall über alle Sorten bei 7 Prozent gelegen. In diesem Jahr erwartet der Verband unter anderem wegen des schwachen US-Dollars ein noch schwierigeres Geschäftsjahr.

Der Druck nach Preiserhöhungen nehme weiter zu. „Für eine kapitalintensive Branche wie die Papierindustrie sind die Ertragskennzahlen für 2003 absolut unbefriedigend“, betonte Gallenkamp. Trotz eines Anstiegs bei Absatz und Papierverbrauch sank der Umsatz um 3 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. 42 Prozent der Erzeugung setzen die Unternehmen, die rund 45 000 Menschen beschäftigten, im Ausland ab. Dabei waren die Exporte mit einem Zuwachs von 9 Prozent im vergangenen Jahr der Wachstumsträger.

Durch die EU-Osterweiterung zum 1. Mai dieses Jahres rechnen die Papierhersteller mit weiteren Geschäftsimpulsen. Angesichts eines Pro-Kopf-Verbrauchs in den Beitrittsländern von 73 Kilogramm gegenüber 204 Kilogramm im Westen „ist klar zu erkennen, welches große Potenzial für unsere Branche hier vor unserer Haustür liegt“, sagte der VDP-Präsident.

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