Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.04.2013

09:49 Uhr

Partner-Produktion

BMW baut Elektroauto in China

Mit seinem Partner Brilliance will BMW in China Elektroautos fertigen lassen und ab 2014 verkaufen. Eigenen Marktanteile sieht der Autobauer nicht bedroht – die neue Pkw-Marke soll eigenständig positioniert werden.

Mit Brilliance fertigt BMW bereits eigene Modelle im chinesischen Shenyang. Reuters

Mit Brilliance fertigt BMW bereits eigene Modelle im chinesischen Shenyang.

ShanghaiBMW will in China zusammen mit seinem Partner Brilliance ein Elektroauto bauen und ab kommendem Jahr verkaufen. „Wir werden gemeinsam mit Brilliance eine chinesische Premium-Pkw-Marke entwickeln“, sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson am Samstag auf der Automesse in Shanghai. Die Marke „Zinoro“ werde zunächst ein Elektroauto entwickeln und noch in diesem Jahr vorstellen, die Produktion starte dann 2014.

Die Perspektiven für elektrisch angetriebene Pkw seien gut, sagte Robertson. Die Etablierung eigenständiger chinesischer Automarken sei ein klares Ziel der chinesischen Regierung, erläuterte der Vertriebschef, der sich zur Höhe der nötigen Investitionen nicht äußern wollte. Eine Verdrängung von BMW-Fahrzeugen durch die neue Pkw-Marke erwarte er aber nicht.

Autokonzern: BMW erreicht die Kapazitätsgrenze

Autokonzern

BMW erreicht die Kapazitätsgrenze

2013 wird zum Schicksalsjahr für die Konzernstrategie.

Die Absatz-Aussichten von BMW in diesem Jahr in China seien gut, sagte der Manager. Zwar werde das Marktwachstum nicht mehr so dynamisch wie in früheren Jahren ausfallen. BMW rechne für den Konzern mit einem Anstieg der Verkaufszahlen um einen hohen einstelligen Prozentsatz.

Zum Vergleich: Der deutsche Branchenverband VDA kalkuliert damit, dass in China 2013 rund sechs Prozent mehr Pkw verkauft werden und die Nachfrage damit insgesamt auf rund 14 Millionen Fahrzeuge steigen wird. Für Westeuropa rechnet der VDA mit rund 11,5 Millionen Neuwagen-Verkäufen.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Mit seinen Plänen für ein Elektroauto folgt BMW dem Rivalen Daimler, der gemeinsam mit dem chinesischen Auto- und Batteriehersteller BYD unter der Marke „Denza“ ebenfalls einen elektrisch angetriebenen Pkw auf den Markt bringen will. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres in China verkauft werden. Basis für den Wagen ist die ausgelaufene Mercedes-Fahrzeugplattform der B-Klasse.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×