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01.06.2012

21:43 Uhr

Pensionslasten

GM bietet Rentnern Einmalzahlung an

Neuer Trend in der Autoindustrie? Nach Ford versucht nun auch der Opel-Mutterkonzern General Motors, Pensionsverpflichtungen loszuwerden. Dazu plant GM Pauschalzahlungen - kurzfristig haben sie allerdings einen Nachteil.

Die Konzernzentrale von General Motors in Detroit. AFP

Die Konzernzentrale von General Motors in Detroit.

DetroitDer Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) versucht sich auf einen Schlag von milliardenschweren Pensionsverpflichtungen zu befreien.

Die Führung des Autobauers aus den USA will 42.000 Ex-Mitarbeitern, die inzwischen in Rente gegangen sind, Einmalzahlungen anbieten und die Rentenlasten des Konzerns damit um 26 Milliarden US-Dollar reduzieren, wie GM am Freitag in Detroit mitteilte. Künftig soll eine Sparte des US-Lebensversicherers Prudential Financial die Pensionen der Mitarbeiter verantworten.

„Diese Maßnahmen sind ein großer Schritt zu unserem Ziel, unser Pensionssystem von Risiken zu entlasten“, sagte GM-Finanzchef Dan Ammann. Die Umstrukturierung stärke die Bilanz des Konzerns und mache ihn flexibler. Insgesamt seien von den Maßnahmen rund 118.000 frühere Beschäftigte betroffen.

Künftig sollten die Pensionszahlungen durch die Umstrukturierung jährlich um 200 Millionen Dollar geringer ausfallen, als es sonst der Fall gewesen wäre. Ende 2011 waren die Pensionsverpflichtungen von GM mit 25,4 Milliarden Dollar unterlegt.

Zunächst kostet der geplante Schritt aber Geld: Im zweiten Halbjahr erwartet das Management deshalb eine Sonderbelastung von 2,5 bis 3,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte bereits der US-Konkurrent Ford angekündigt, sich über Pauschalzahlungen an bis zu 98.000 Rentner und frühere Mitarbeiter von Pensionslasten befreien zu wollen.

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