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14.09.2013

18:23 Uhr

Personal-Querelen

Familie Siemens wünscht sich Ruhe

Erst Löscher, jetzt Ackermann: Nacheinander hat der Siemens-Konzern erst den Vorstandschef, dann einen prominenten Aufsichtsrat verloren. Die Unternehmerfamilie bittet um Ruhe und beschwört die Tradition.

Firmensitz von Siemens: Die Unternehmerfamilie wünscht sich Ruhe. dpa

Firmensitz von Siemens: Die Unternehmerfamilie wünscht sich Ruhe.

FrankfurtDie Familie Siemens wünscht sich nach den Turbulenzen in der Führungsetage des Münchener Technologiekonzerns eine Rückkehr zum Alltagsgeschäft. „Uns als Familie liegt daran, dass wieder Ruhe einkehrt“, sagte Nathalie von Siemens, Ur-Ur-Enkelin des Gründers und Vorsitzende der Siemens-Stiftung, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabbericht. „Wir haben als Familie eine enge emotionale Verbindung zum Unternehmen. Wir versuchen, die Tradition der Gründerväter lebendig zu halten.“

Erst am Donnerstag hatte Josef Ackermann die Konsequenzen aus dem Machtkampf mit Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gezogen und seinen Rückzug aus dem Kontrollgremium von Siemens angekündigt. Als Grund für sein Ausscheiden hatte der frühere Chef der Deutschen Bank „unterschiedliche Vorstellungen, wie man den Prozess der Nachfolge gestaltet“ angeführt. Ackermann hatte die Turbulenzen rund um den Chefwechsel bei Siemens mehrfach intern kritisiert und war einem Machtkampf mit Cromme unterlegen. Finanzvorstand Joe Kaeser hatte Ende Juli den Vorstandsvorsitz von Peter Löscher übernommen. Dem waren tagelange Ränkespiele im Aufsichtsrat vorausgegangen.

„Herr Löscher bleibt Vorsitzender des Stiftungsrates“, machte von Siemens klar. "Darum ist er vom Unternehmen ausdrücklich gebeten worden: Für uns ändert sich nichts durch den Wechsel an der Konzernspitze“, sagte sie der „FAS“. Die Nachfahren des Konzerngründers Werner von Siemens sind nach wie vor größter Aktionär des Münchener Konzerns.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Treudoof

14.09.2013, 18:55 Uhr

Der Herr Ackermann ist wohl kein großer Verlust, wenn man sich den Zustand unserer Industrie anschaut.
Zum Einen hat der Herr Ackermann bei der Deutschen Bank verhindert dass der Mannesmann Hochtechnologie Mischkonzern in deutscher Hand verblieb, damit die jetzt vielleicht wichtige "Deutschland AG" de facto an das (feindliche) Ausland verraten; Zum Anderen war Shareholders Value mit 25% Dauer Rendite bei der Geldschwemme ohne materiellen Gegenwert strategisch feindselig und ziemlig überzogen.
Man werte den "herben Verlust" für die von Ihm betroffenen Bürger an seinen Moritaten.

Hektor

14.09.2013, 21:59 Uhr

Wer an Löscher nach dessen langer Reihe von strategischen Fehlentscheidung, welche bei Siemens viele Milliarden Unternehmenswert vernichtet haben, festhält gehört nicht in den Aufsichtsrat sondern entlassen!

Account gelöscht!

15.09.2013, 02:29 Uhr

Liebe Familie Siemens,

wenn Sie an Bosch denken und dessen extreme Mißwirtschaft, sollten sie dennoch ruhig schlafen.

Ein Freund.

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