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03.01.2007

13:41 Uhr

Personalfrage ist weiter offen

VW-Führungsriege steht hinter Bernhard

Die Manager des Autokonzern Volkswagen haben sich einem Medienbericht zufolge in einem internen Brief hinter den Markenchef Wolfgang Bernhard gestellt. Das sollte den neuen VW-Chef Winterkorn, der in wenigen Tagen die offenen Personalfragen bei VW klären wird, nicht unbeeindruckt lassen.

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard kann sich einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Capital' zufolge im Führungsstreit mit Winterkorn auf die Unterstüzung der Volkswagen-Manager verlassen. Foto: AP ap

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard kann sich einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Capital' zufolge im Führungsstreit mit Winterkorn auf die Unterstüzung der Volkswagen-Manager verlassen. Foto: AP

HB KÖLN. Die VW-Führungskräfte drängen darauf, dass Markenchef Wolfgang Bernhard auch nach dem Machtwechsel an der Konzernspitze von Bernd Pischetsrieder zu Martin Winterkorn am 1. Januar weiterhin an Bord bleibt, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital".

Laut einem internen Brief vom 15. Dezember 2006, der „Capital" vorliegt, macht die Volkswagen Management Association (VMA) als Interessenvertretung der leitenden Angestellten deutlich, dass Bernhard ihr vollstes Vertrauen genießt: „Das Klima und die Prozesse zur Zusammenarbeit, die mit Herrn Dr. Bernhard in hervorragender Weise zur Wirkung gekommen sind, beschleunigen und tragen den Umschwung bei Volkswagen Pkw. Das Management würde es außerordentlich bedauern, wenn Herr Dr. Bernhard die in der Entwicklung befindlichen Fahrzeugprojekte nicht bis zu deren Serienanläufen verantworten könnte.“

In einer Woche stellt der neue VW-Chef Winterkorn seine Zukunftspläne und damit eine Entscheidun über Bernhards Zukunft im Konzern vor. Insider vermuten eine Machtbeschneidung Bernhards. Der neue Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn verliert keine Zeit. Winterkorn, der mit Beginn dieses Jahres den Chefsessel in Wolfsburg übernahm, will nach Informationen aus Unternehmenskreisen schon am 10. Januar dem Aufsichtsrat seine künftige Strategie sowie Personalentscheidungen vorstellen.

Es werde erwartet, dass sich Bernhard am Tag danach erkläre, sagten mehrere mit den Vorgängen bei Volkswagen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein VW-Sprecher wollte dies nicht kommentieren.

Wie „Capital" weiter meldet, empfiehlt der VMA-Vorstand, deren Vorstandssprecher Ulrich Neß im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzt, dem neuen Konzernchef Winterkorn, bei „beabsichtigten Veränderungen“ besonnen vorzugehen: „Das Management kann nur Personal-, Prozess- und Strukturveränderungen begrüßen, die eine Verbesserung zum Bestehenden bewirken und die laufenden Fahrzeug- und Prozessprojekte nicht stören oder verzögern.“ Bernhard selbst ist bereit zu bleiben, wie „Capital" weiter berichtet - allerdings unter einer Voraussetzung: „Ich werde meinen Vertrag erfüllen, solange sich an seinem Inhalt nichts ändert“, sagte Bernhard auf einem Treffen mit Führungskräften kurz vor Weihnachten.

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