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23.06.2011

14:29 Uhr

Personalwechsel

Beiersdorf beruft neuen Markenvorstand aus dem eigenen Haus

Ralph Gusko wird der Nachfolger von Markus Pinger. Er soll nun die neue Strategie für die Weltmarke Nivea umsetzen.

Die neue Strategie für das Produkt Nivea muss der neue Marken- und Logistik-Chef Ralph Gusko umsetzten. Quelle: dapd

Die neue Strategie für das Produkt Nivea muss der neue Marken- und Logistik-Chef Ralph Gusko umsetzten.

HamburgDer Nivea-Hersteller Beiersdorf hat einen neuen Marken- und Logistikvorstand aus dem eigenen Haus berufen. Der 50-jährige Ralph Gusko, zuletzt Geschäftsführer Nordeuropa bei Beiersdorf, werde zum 1. Juli das Vorstandsressort Brands + Supply Chain übernehmen, teilte der Konzern am Donnerstag in Hamburg mit. Sein Vorgänger Markus Pinger werde das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen; er wird nach Informationen aus Unternehmenskreisen Vorstandschef des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Celesio. Gusko arbeitet seit 22 Jahren bei Beiersdorf und hat Erfahrungen auf verschiedenen Positionen im In- und Ausland gesammelt, unter anderem auch in Asien.

Ihm fällt nun die Schlüsselrolle für die Umsetzung der neuen Strategie für die Weltmarke Nivea zu. Beiersdorf hatte Ende vergangenen Jahres ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet, um Profitabilität und Wachstum des Konzerns zu verbessern. In der Folge hatte Beiersdorf unter anderem die Marken Juvena und Marlies Möller verkauft und die Schließung oder den Verkauf einer Kosmetik-Fabrik in Baden-Baden beschlossen. Gleichzeitig wird das Nivea-Sortiment gestrafft; in Deutschland verabschiedet sich Beiersdorf zum Beispiel von Make-up-Produkten.

Nach Ansicht von Experten hatte Beiersdorf die Marke Nivea überdehnt und auf zu viele Produkte ausgeweitet; nun rudert der Konzern zurück. Pinger gehörte dem Vorstand seit 2005 an; seit Mitte 2010 war er auch für das Markengeschäft verantwortlich. Er war als Nachfolger für Vorstandschef Thomas-B. Quaas im Gespräch, dessen Vertrag allerdings noch nicht in nächster Zeit ausläuft. Quaas ist 59 Jahre alt und steht seit 2005 an der
Beiersdorf-Spitze.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Spitzenmanager den Nivea-Hersteller verlassen; entweder aus Altersgründen oder um attraktive Positionen in größeren Konzernen zu übernehmen. Beiersdorf nimmt bei der Bezahlung der Vorstände eher einen der hinteren Ränge unter den Konzernen im Deutschen Aktienindex DAX ein. Zudem ist aus dem Unternehmen zu hören, dass sich die Hamburger Unternehmerfamilie Herz sehr detailliert für die Arbeit der Vorstände interessiert. Den Tchibo-Eignern gehört die Mehrheit an Beiersdorf. Offizielle Quellen oder Stellungnahmen des Unternehmens gibt es dazu nicht.

Von

dpa

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