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31.08.2012

12:01 Uhr

Peugeot Citroën

PSA will Standort in Nordfrankreich halten

PSA Peugeot Citroën will den Standort mit den 2600 Arbeitsplätzen halten. In Valenciennes-Hordain sollen demnächst leichte Nutzfahrzeuge gebaut werden. Dafür arbeitet PSA Peugeot Citroën mit Fiat und Toyota zusammen.

PSA Peugeot Citroën muss 750 Millionen Euro in den Standort investieren. dpa

PSA Peugeot Citroën muss 750 Millionen Euro in den Standort investieren.

Paris.Der kriselnde französische Automobilkonzern PSA Peugeot Citroën will seinen Standort Valenciennes-Hordain in Nordfrankreich halten. In dem Werk sollen leichte Nutzfahrzeuge produziert werden, wie der Autobauer am Freitag in Paris ankündigte. Diese Entscheidung werde die Zukunft des Standorts mit 2600 Beschäftigten sichern. Mit dem Entschluss seien Investitionen in Höhe von 750 Millionen Euro verbunden.

Die Fortsetzung der Produktion an dem Standort war laut Konzern an mehrere Bedingungen geknüpft. Grundlage war unter anderem das Ende eines Joint-Ventures zur Produktion von Lieferwagen mit Fiat. Gleichzeitig sei mit Toyota ein neuer Partner gefunden und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessert worden.

PSA Peugeot Citroën steckt mitten in der Krise. Im ersten Halbjahr 2012 gab es bei einem Umsatzminus um fünf Prozent auf 29,55 Milliarden Euro Verluste von 819 Millionen Euro. Die Zahl der verkauften Autos sank um 13 Prozent. Bis 2015 will der Konzern 1,5 Milliarden Euro einsparen.

Die größten Autohersteller in Europa

Platz 10

Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.

Platz 9

Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.

Platz 8

Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.

Platz 7

BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.

Platz 6

Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.

Platz 5

Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.

Platz 4

General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.

Platz 3

Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.

Platz 2

Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.

Platz 1

Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012

Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.

Von

dpa

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