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21.01.2014

11:16 Uhr

Peugeot

„Ein Akt von industriellem Patriotismus“

Der angeschlagene Autobauer PSA braucht dringend frisches Geld. Hilfe naht in Form des französischen Staates, der einen Einstieg bei dem Unternehmen plant. Nun hat die Regierung das Vorhaben gerechtfertigt.

Wegen der Absatzkrise in Europa steckt PSA schon seit Längerem in Schwierigkeiten. dpa

Wegen der Absatzkrise in Europa steckt PSA schon seit Längerem in Schwierigkeiten.

ParisDie französische Regierung verteidigt den geplanten Einstieg des Staates beim angeschlagenen Autobauer PSA Peugeot Citroën. „Sich an PSA zu beteiligen, ist ein Akt von industriellem Patriotismus“, sagte Industrieminister Arnaud Montebourg am Dienstag dem Radiosender RTL. Man investiere dort, wo französische industrielle Interessen geschützt und verteidigt werden müssten.

Montebourg verwies zudem darauf, dass der Staat jüngst für 1,9 Milliarden Euro Anteile an der Airbus Group (früher EADS) sowie an Safran verkauft habe. Den Steuerzahler werde der Einstieg bei PSA nichts kosten, sagte der Minister.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Der nach VW zweitgrößte europäische Autobauer PSA hatte am Montagabend bekanntgegeben, eine Kapitalerhöhung in Höhe von drei Milliarden Euro vorzubereiten. Das bevorzugte Szenario sieht dabei vor, dass der chinesische Hersteller Dongfeng und der französische Staat Anteile kaufen und neben der bislang dominierenden Peugeot-Familie zu neuen Großaktionären werden.

PSA braucht dringend frisches Geld. Wegen der Absatzkrise in Europa stecken die Franzosen seit Längerem in Schwierigkeiten. Allein im Geschäftsjahr 2012 verbuchte der Hersteller einen Rekordverlust von 5,01 Milliarden Euro. Derzeit werden mehr als 11.000 Jobs abgebaut.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Zork

21.01.2014, 12:41 Uhr

Ist das keine Wettbewerbsverzerrung, wenn der französische Staat eingreift oder ist das wieder französische Flexibilität?!

Sachen_gibts

21.01.2014, 14:46 Uhr

Wenn man dies weiter denkt dann koennte geschehen, dass der berufstaetige deutsche Steuerzahler ueber Transferleistungen die Konkurrenz in anderen Laendern stuetzt und damit seine eigene Position gefaehrdet.

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