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18.02.2014

04:27 Uhr

Peugeot-Familie

Grünes Licht für Dongfeng-Einstieg

Die Peugeot-Rettung ist auf der Zielgeraden: Die zuerst skeptische Gründerfamilie hat dem Plan jetzt eingewilligt. Papiere des chinesischen Investors Dongfeng sind indes vom Handel ausgesetzt.

Produktionsstraße von Peugeot: Die Gründerfamilie gibt das Steuer aus der Hand. AFP

Produktionsstraße von Peugeot: Die Gründerfamilie gibt das Steuer aus der Hand.

ParisDer angeschlagene Autobauer Peugeot hat sich Insidern zufolge mit seinem chinesischen Partner Dongfeng und dem französischen Staat auf eine Kapitalspritze verständigt. Eine entsprechende Absichtserklärung werde noch im Tagesverlauf unterzeichnet, verlautete am Dienstag aus dem chinesischen Unternehmen. Die Einigung sehe vor, dass Dongfeng und die Regierung in Paris jeweils 800 Millionen Euro in Peugeot investierten und dafür einen Anteil von je 14 Prozent erhielten. Durch den Verkauf von Aktien an Altaktionäre wolle Peugeot zudem weiteres Geld einsammeln und damit insgesamt auf drei Milliarden Euro kommen. Ein Sprecher von Dongfeng erklärte, das Unternehmen werde am Mittwoch eine Stellungnahme zu Peugeot abgeben.

Die Autokrise in Europa hält bereits seit sechs Jahren an und hat PSA Peugeot Citroen besonders stark getroffen. Im vergangenen Jahr verbrannte der Konzern Schätzungen zufolge Barmittel in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Kosten für Stellenstreichungen und die Schließung eines großen Werks bei Paris. Deshalb ist der nun vereinbarte Aktienverkauf an Dongfeng und die französische Regierung möglicherweise Peugeots letzte Überlebenschance, nachdem zuvor Gespräche mit der Opel-Mutter General Motors gescheitert waren. Durch den Einstieg von Dongfeng und der französischen Regierung wird die Peugeot-Familie wohl ihr Vetorecht und damit die alleinige Kontrolle über das Traditionsunternehmen verlieren.

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Auf die Rückkehr des Wachstums – darauf setzen französische Automobilkonzerne. 2013 sanken die Autoverkäufe insgesamt, im Dezember konnten die Hersteller aufatmen. Auch in Spanien stieg die Nachfrage an.

Trotzdem stimmte die Gründerfamilie Insidern zufolge am Montagabend dem Rettungsplan zu. In der Familie war der Plan zunächst umstritten. Bislang hielt sie 25 Prozent an dem von ihr gegründeten Konzern und kontrollierte 38 Prozent der Stimmrechte. Nach der Kapitalerhöhung hält sie noch 14 Prozent.

Am Dienstag steht noch die Abstimmung des Verwaltungsrats von Peugeot an. Offiziell soll das Rettungspaket am Mittwoch zusammen mit der Bilanz für 2013 vorgestellt werden.

In Hongkong wurden die Aktien von Dongfeng am Dienstag vom Handel ausgesetzt. Unternehmenssprecher Zhou Mi bestätigte der Agentur Bloomberg, dass das mit Peugeot zu tun habe. Am Montag waren Dongfeng-Papiere um 1,6 Prozent auf 10,96 Hongkong-Dollar gefallen.

Kommentare (1)

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Michel

18.02.2014, 09:17 Uhr

Ich kauf mir einen Dong Feng!

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