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14.01.2014

06:52 Uhr

Pharma-Fusion

Celesio-Übernahme durch McKesson geplatzt

Die Anteilseigner haben das Kaufangebot des US-Pharmariesen McKesson nicht angenommen. Damit ist die Übernahme gescheitert, Celesio steht weiter unter der Kontrolle von Haniel. Der Mischkonzern lotet neue Optionen aus.

Mitarbeiterin des Pharmahändlers Celesio bestückt in der Firmenzentrale in Stuttgart eine Kommissioniermaschine. Die Übernahme durch den US-Riesen McKesson ist gescheitert. dpa

Mitarbeiterin des Pharmahändlers Celesio bestückt in der Firmenzentrale in Stuttgart eine Kommissioniermaschine. Die Übernahme durch den US-Riesen McKesson ist gescheitert.

FrankfurtDie Übernahme des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio durch den US-Konzern McKesson ist gescheitert. Die Mindestannahmequote von 75 Prozent sei verfehlt worden, teilte McKesson am Montagabend mit. „Wir sind enttäuscht, dass wir unser Angebot für Celesio nicht erfolgreich abschließen konnten“, sagte McKesson-Chef John Hammergren. Sein Unternehmen sei aber gut aufgestellt und werde weiter nach Möglichkeiten suchen, sein Geschäft zu stärken.

Mit der 6,2 Milliarden Euro teuren Übernahme wollte McKesson mit einem Schlag einer der führenden Pharmagroßhändler in Europa werden. In den USA zählt McKesson bereits zu den Branchengiganten. Der Kauf von Celesio wäre die größte Übernahme im deutschen Gesundheitssektor seit 2006 gewesen.

Pharmabranche: Celesio Übernahme in der Schwebe

Pharmabranche

Celesio Übernahme in der Schwebe

Die Übernahme des Pharmahändlers Celesio durch den US-Konzern McKesson wird für die Beteiligten zur Nervenprobe. Bis Freitagabend war nicht zu erfahren, ob McKesson die Übernahme gestemmt hat.

Celesio wird nun weiter vom Duisburger Mischkonzern Haniel kontrolliert, der seine Beteiligung von 50,01 Prozent auch hatte verkaufen wollen. Haniel bedaure das Scheitern des Angebots, teilte das Familienunternehmen nun mit. Das sei aber weder für Haniel noch für Celesio ein Beinbruch, sagte Haniel-Vorstandschef Stephan Gemkow: „Wir bei Haniel können nun in Ruhe die Situation analysieren und alle Optionen prüfen.“ Auch Celesio zeigte sich enttäuscht. Ein Zusammenschluss der Unternehmen wäre strategisch sinnvoll gewesen, erklärte Celesio-Chefin Marion Helmes. „Unabhängig davon haben wir uns in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und sind auch als eigenständiges Unternehmen gut und wettbewerbsfähig aufgestellt“, fügte sie hinzu.

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