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01.02.2011

16:00 Uhr

Pharma-Weltmarktführer

Pfizer wird künftig schrumpfen und muss sparen

Pfizer spart bei Forschung und Entwicklung Milliarden ein. Nur so hat der weltgrößte Pharmakonzern eine Chance, seine ehrgeizigen Gewinnziele zu erreichen.

Versand bei Pfizer: Der weltgrößte Pharmakonzern streicht seine Forschungsaugaben zusammen. Quelle: ap

Versand bei Pfizer: Der weltgrößte Pharmakonzern streicht seine Forschungsaugaben zusammen.

HB NEW YORK. Pfizer fährt seine Forschung und Entwicklung zurück. Das Unternehmen werde sich auf diejenigen Krankheiten konzentrieren, bei denen der größte medizinische und wirtschaftliche Erfolg zu erwarten sei, teilte Pfizer am Dienstag mit. In Großbritannien soll der komplette Standort Sandwich aufgegeben werden, in den USA werden Forschungsarbeiten verlagert.

Mit dem Umbau will Pfizer die Entwicklungskosten von 9,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf bis zu 6,5 Milliarden Dollar im kommenden Jahr drücken. Hintergrund der Einsparungen ist ein ehrgeiziges Gewinnziel, das der neue Konzernchef Ian Read auf jeden Fall erreichen will. Denn das Geschäft an sich läuft schleppend.

Im vergangenen Jahr schnellte der Umsatz nur deshalb um 36 Prozent auf 67,8 Milliarden Dollar nach oben, weil Pfizer den Rivalen Wyeth übernommen hatte. Wegen der Kosten für die Eingliederung von Wyeth sank der Gewinn allerdings um vier Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar.

Dabei hatte Pfizer im Schlussquartal sogar noch ein Steuergeschenk erhalten. Für diesen Zeitraum wies der Konzern einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 0,36 Dollar aus. Analysten hatten im Schnitt mit 0,46 Dollar gerechnet. Er sei zufrieden mit der Leistung angesichts des schwierigen Marktumfelds, sagte Konzernchef Read.

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