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27.01.2011

08:43 Uhr

Pharma-Zahlen

Alcon-Übernahme beflügelt Novartis

Der Pharmakonzern Novartis hat den Gewinn nach der Übernahme des Augenheil-Spezialisten Alcon im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Für 2011 hat er sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der britisch-schwedische Konkurrent Astra-Zeneca musste hingegen Rückgänge hinnehmen.

Novartis-Mitarbeiter in Aktion: Der Pharmakonzern ist auf Wachstumskurs Quelle: Reuters

Novartis-Mitarbeiter in Aktion: Der Pharmakonzern ist auf Wachstumskurs

HB BASEL/LONDON. Novartis hat im Jahr 2010 beim Reingewinn um 18 Prozent zugelegt und damit den Rekordwert von zehn Milliarden Dollar erreicht. Der Schweizer Arzneimittelhersteller schnitt damit wie im Markt erwartet ab. Der Kernreingewinn ohne Sonderpositionen stieg um 17 Prozent auf zwölf Milliarden Dollar, wie Novartis am Donnerstag mitteilte. Die Dividende will Novartis auf 2,20 Franken je Aktie von 2,10 Franken im Vorjahr anheben. Es ist die 14. Dividendenerhöhung in Folge.

Für 2011 strebt Novartis eine weitere Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge an. Zu konstanten Wechselkursen wird mit einem Umsatzanstieg um den zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Die größte Geschäftseinheit Pharma soll im unteren bis mittleren einstelligen Bereich wachsen. Alcon wird mit einer Abschreibung von rund zwei Milliarden Dollar zu Buche schlagen.

Im abgelaufenen Jahr wuchs der Nettoumsatz im Konzern unter Ausschluss von Wechselkurseffekten um 14 Prozent auf 51 Milliarden Dollar. Zum Umsatzsprung trug auch der für mehr als 50 Milliarden Dollar übernommene Augenheil-Weltmarktführer Alcon bei, der für vier Monate konsolidiert wurde. In der Pharma-Division stiegen die Erlöse dank weiter anziehender Verkäufe von wichtigen Medikamenten wie dem Blutdrucksenker Diovan oder dem Leukämiemittel Glivec aber auch gut gestarteten neuen Präparaten wie dem Krebsmedikament Afinitor um sechs Prozent auf 31 Milliarden Dollar.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astra-Zeneca hat unterdessen wieder einmal von seinem Umsatzbringer Crestor profitiert. Die Erlöse aus dem Verkauf des Bluttfett-Medikaments kletterten im vierten Quartal um 26 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,587 Milliarden Dollar, wie Astra-Zeneca am Donnerstag mitteilte. Der Gesamtumsatz lag bei 8,617 Milliarden Dollar und damit über den Erwartungen. Auf Basis konstanter Wechselkurse sanken die Erlöse damit um drei Prozent. Der Vorsteuer-Gewinn sank um zwei Prozent auf 2,737 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang gerechnet.

Der Konzern hatte erklärt, das zweite Halbjahr 2010 werde schwierig. Vor allem in den USA büßte Astra-Zeneca zuletzt ein. Noch mehr als andere Hersteller kämpft das Unternehmen mit der starken Konkurrenz auf dem Generika-Markt.

AstraZeneca teilte am Donnerstag mit, Aktien im Wert von vier Milliarden Dollar zurückzukaufen.

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