Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.10.2011

17:06 Uhr

Pharma-Zulieferer

Acino wird in Afrika und Nahem Osten aktiv

Der schweizerische Pharma-Zulieferer Acina dehnt seinen Geschäftsbereich auf den Nahen Osten und Afrika aus: Der Konzern hat entsprechende Sparten von Pharmaziehersteller Cephalon übernommen.

Frisch produzierte Pillen: Acino dehnt seinen Geschäftsbereich nach Afrika aus. dpa

Frisch produzierte Pillen: Acino dehnt seinen Geschäftsbereich nach Afrika aus.

ZürichDer Schweizer Generikahersteller Acino übernimmt die Aktivitäten des Spezialpharma-Konzerns Cephalon im Nahen Osten und Afrika. Mit dem 80 Millionen Euro teuren Zukauf werde Acino den Umsatz mit einem Schlag mehr als verdoppeln, sagte Firmenchef Peter Burema am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem werde die Übernahme den Generikahersteller auch deutlich beim geplanten Wachstum in wichtigen Schwellenländern voranbringen.

Die Nachricht ließ die Acino-Aktien um acht Prozent klettern. Acino selbst hatte 2010 lediglich einen Umsatz von 127 Millionen erzielt. Bislang wollte das Unternehmen vor allem durch Wachstum in den Schwellenländern bis 2015 die Erlöse um 80 bis 100 Millionen Euro steigern. „Dieses Ziel ist jetzt Makulatur“, sagte Burema. Durch die Übernahme der Cephalon-Aktivitäten werde sich der Umsatz sofort um 100 Millionen Euro erhöhen.

Abstriche bei der Profitabilität würden dagegen nicht gemacht. „Die Marken sind allesamt hochprofitabel“, sagte Burema. Auch halte sich die Verschuldung des Unternehmens nach der Transaktion in Grenzen. Durch den Kauf der Cephalon-Aktivitäten erhalte Acino Zugriff auf eine Reihe gut eingeführter Marken, sagte Burema. Als Beispiele nannte er das Schmerzmittel Olfen. Zudem werde das Acino-Geschäft in Zukunft viel besser gegen einzelne Ausfälle abgefedert, sagte Burema.

So hatte zum Beispiel in der Vergangenheit der Rückruf des Blutdrucksenkers Clopidogrel (Plavix) dem Unternehmen einen kostspieligen Rückruf beschert. Die US-Firma Cephalon wird derzeit vom israelischen Branchenprimus Teva für rund sieben Milliarden Dollar übernommen. Weil Teva im Nahen Osten keine Geschäfte macht, hatte das Unternehmen zuletzt einen Käufer für die dortigen Aktivitäten gesucht.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×