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13.12.2012

14:32 Uhr

Pharmabranche

Dämpfer für Astra-Zeneca bei Entwicklung von Arthritis-Mittel

Rückschlag für den Pharmakonzern Astra-Zeneca: Das eigene Arthritis-Medikament schneidet in einer Studie deutlich schlechter ab als Konkurrenzpräparate. Noch besteht aber Hoffnung für die Briten.

Das Astra-Zeneca-Werk in Macclesfield im Nordwesten Englands. AFP

Das Astra-Zeneca-Werk in Macclesfield im Nordwesten Englands.

LondonDer britische Pharmakonzern Astra-Zeneca hat einen Rückschlag bei der Entwicklung eines neuen Arthritis-Medikaments erlitten, das als Hoffnungsträger des Unternehmens gilt. Das Mittel Fostamatinib gegen rheumatoide Arthritis habe in klinischen Studien deutlich schlechter abgeschnitten als das Produkt Humira des Rivalen Abbott Laboratories, teilte Astra-Zeneca am Donnerstag mit.

Astra-Zeneca arbeitet wie der US-Branchenprimus Pfizer mit Hochdruck an der Entwicklung eines oralen Arthritis-Mittels, das es mit dem seit Jahren erfolgreichen Kassenschlager Humira aufnehmen kann. Humira zählt zu den weltweit umsatzstärksten Medikamenten überhaupt und kommt auf Erlöse von neun Milliarden Dollar pro Jahr.

Fostamatinib würde anders als Humira, das gespritzt wird, in Tablettenform verabreicht. Pfizer hat vergangenen Monat für seine neu entwickelte Arthritis-Tablette Xeljanz bereits die Zulassung in den USA erhalten. Für Astra-Zeneca sind die Ergebnisse nun ein herber Rückschlag. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Ergebnisse weiterer klinischer Studien sollen in der ersten Jahreshälfte 2013 vorliegen. Diese Phase-III-Studien sind für die Zulassungsanträge entscheidend.

Bei vielen Pharmakonzernen läuft demnächst bei zahlreichen wichtigen Medikamenten der Patentschutz aus. Experten sprechen deswegen von einer „Patentklippe“, die es für die Unternehmen zu umschiffen gilt. Astra-Zeneca gilt dabei als am stärksten von diesem Problem betroffen. An der Börse wurden die Studienergebnisse negativ aufgenommen: Astra-Zeneca-Aktien gaben um mehr als zwei Prozent nach.

Von

rtr

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