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29.01.2010

10:46 Uhr

Pharmabranche

Daiichi Sankyo nimmt sich höhere Gewinne vor

Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat seine eigenen Ziele höher gehängt. Eine gute Nachricht, nachdem Daiichi Sankyo im vergangenen Geschäftsjahr noch einen Verlust verbuchen musste.

TOKIO. Bei Japans drittgrößtem Pharmakonzern Daiichi Sankyo wächst dank besserer Geschäfte der indischen Tochter Ranbaxy die Zuversicht.

Der Arzneimittelhersteller steigerte im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2009/2010 seinen vergleichbaren Gewinn um 14,4 Prozent auf 38,4 Mrd. Yen (umgerechnet 304 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Für das gesamte Geschäftsjahr, das bis Ende März dauert, hob Daiichi daraufhin seinen Geschäftsausblick an. Nunmehr wird ein vergleichbarer Gewinn von 100 Mrd. Yen erwartet, nachdem bislang 69 Mrd. Yen in Aussicht gestellt wurden. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Daiichi noch wegen hoher Abschreibungen auf seinen Mehrheitsanteil an Ranbaxy den ersten Nettoverlust in der Firmengeschichte gemacht.

Zu der Erholung bei Ranbaxy trugen Daiichi zufolge auch günstigere Wechselkurse bei. In den USA lastet auf dem Ranbaxy-Geschäft allerdings immer noch ein Import-Verbot. Beim Konzernnettogewinn rechnet Daiichi im laufenden Geschäftsjahr nun mit 45 Mrd. statt wie bislang mit 40 Mrd. Yen.

An der Börse in Japan konnte Daiichi mit seinen Zahlen gleichwohl nicht punkten. Die Aktie büßte mehr als drei Prozent ein. Analysten zufolge enttäuschten die Quartalsumsätze mit dem neuen Thrombosehemmer Effient, bei dem der Konzern mit dem US-Pharmariesen Eli Lilly zusammenarbeitet. Im dritten Quartal lagen die Einnahmen für Daiichi mit dem Präparat bei 300 Mio. Yen, nachdem es noch im vorangegangenen Quartalszeitraum von Juli bis Oktober eine Milliarde Yen eingefahren hatte. Das Präparat gilt als Konkurrent für den auch als Super-Aspirin bekannten Blutverdünner Plavix von Bristol-Myers Squibb und Sanofi-Aventis. Plavix war zuletzt das weltweit zweitumsatzstärkste Medikament. Effient war im August in den USA auf den Markt gekommen.

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