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05.07.2012

02:24 Uhr

Pharmabranche

Sanofi spart sich die Kosmetik

Der französische Pharmariese Sanofi ringt mit der Konkurrenz durch Nachahmer-Produkte - und spart. So wird Sanofi eine Beteiligung an Yves Rocher verkaufen. Zudem stehen einem Medienbericht zufolge Stellen auf dem Spiel.

Ein Mitarbeiter bei Sanofi - zum Bericht über Stellenstreichungen äußerte sich der Konzern nicht. Reuters

Ein Mitarbeiter bei Sanofi - zum Bericht über Stellenstreichungen äußerte sich der Konzern nicht.

ParisDer größte französische Pharmakonzern Sanofi will einem Medienbericht zufolge den Rotstift ansetzen. Das Unternehmen plane die Entlassung von 1000 bis 2000 Mitarbeitern in Frankreich, schreibt die Tageszeitung "Le Figaro" ohne Nennung von Quellen.

Sanofi wollte den Bericht nicht kommentieren. Für Donnerstag sei ein Treffen mit dem Betriebsrat angesetzt, sagte ein Sanofi-Sprecher lediglich. Sanofi hat laut Zeitungsbericht zwischen 2009 und 2011 bereits 4000 Stellen in Frankreich abgebaut.

Dem Konzern macht die scharfe Konkurrenz durch Nachahmer-Produkte zu schaffen. Sanofi-Chef Chris Viehbacher hatte im September Einsparungen von zwei Milliarden Euro angekündigt, um unter anderem den Auswirkungen von Patentverlusten entgegenzuwirken.

Am Mittwoch hat das Unternehmen zudem verlauten lassen, dass es seine Beteiligung an dem Kosmetikkonzern Yves Rocher abstößt. Den rund 19-prozentigen Anteil verkaufe Sanofi an die Gründerfamilie, die bereits die Mehrheit an Ives Rocher halte, teilte Sanofi mit. Die Transaktion solle vor Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten des Verkaufs wurden nicht bekannt.

"Die Entscheidung, sich von dem Anteil zu trennen, ist im Rahmen der Ziele der Gruppe gefallen, sich auf die strategischen Aktivitäten zu konzentrieren", sagte Sanofi-Finanzchef Jerome Contamine.

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