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20.01.2014

08:59 Uhr

Pharmafirma

Bayer treibt Übernahme von Algeta voran

Nun wird es ernst: Bayer hat den Aktionären der norwegischen Pharmafirma Algeta ein milliardenschweres Übernahmeangebot vorgelegt. Bereits seit 2009 arbeiten die Unternehmen beim Prostatakrebsmittel Xofigo zusammen.

Die Transaktion der beiden Pharmaunternehmen hat einen Gesamtwert von 2,1 Milliarden Euro. dpa

Die Transaktion der beiden Pharmaunternehmen hat einen Gesamtwert von 2,1 Milliarden Euro.

FrankfurtBayer hat die milliardenschwere Übernahmeofferte für die norwegische Pharmafirma Algeta auf den Weg gebracht. Die Aktionäre des Krebsspezialisten haben nun vom 20. Januar bis zum 24. Februar um 9.00 Uhr Zeit, das Angebot von 362 Kronen je Aktie (rund 43,40 Euro) in bar anzunehmen, wie der Pharma- und Chemiekonzern am Montag mitteilte. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von 2,1 Milliarden Euro, der Unternehmenswert beträgt 1,9 Milliarden Euro. Bayer stellt das Angebot unter den Vorbehalt, dass mindestens 90 Prozent der Algeta-Aktien angedient werden. Bayer hat bereits Zusagen für 14 Prozent der Algeta-Aktien erhalten.

Bayer und Algeta arbeiten seit 2009 bei dem Prostatakrebsmittel Xofigo zusammen. Das Präparat zählt zu den fünf wichtigsten neuen Arzneien der Leverkusener. Konzernchef Marijn Dekkers traut Xofigo - alle Therapiefelder zusammengenommen - mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr zu.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Die Arznei gibt radioaktive Alphastrahlung ab und soll so gezielt gegen Krebszellen in den Knochen wirken. Erst unlängst wurde die Arznei in Europa zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten mit Knochenmetastasen zugelassen. Das Unternehmen aus Oslo arbeitet darüber hinaus an Krebspräparaten, die auf der radioaktiven Substanz Thorium 227 basieren. Bayer erwartet nach früheren Angaben, dass die Übernahme im Verlauf des ersten Quartals unter Dach und Fach ist.

Von

rtr

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