Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.05.2012

09:44 Uhr

Pharmahändler

Celesio in den roten Zahlen

Hohe Abschreibungen und der laufende Unternehmensumbau haben Celesio im ersten Quartal Verluste beschert. Doch Konzernchef Markus Pinger sieht den Pharmahändler auf einem guten Weg – 2012 sei nur ein „Übergangsjahr“.

Das Logo der Celesio AG an der Firmenzentrale in Stuttgart. dapd

Das Logo der Celesio AG an der Firmenzentrale in Stuttgart.

FrankfurtDie Kosten für den Konzernumbau und hohe Abschreibungen haben den Stuttgarter Pharmahändler Celesio zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gedrückt. Im ersten Quartal sei ein Verlust von 4,5 Millionen Euro aufgelaufen nach einem Gewinn von 54,7 Millionen Euro vor Jahresfrist, teilte der Konzern am Montag mit.

Allein bei der Dienstleistungstochter Pharmexx schrieb Celesio 45 Millionen Euro ab. "Wir verstehen das laufende Jahr 2012 als Übergangsjahr", erklärte Konzernchef Markus Pinger. Celesio baue 2012 auf der eingeleiteten Neuausrichtung auf. "Wir werden unseren Fahrplan Schritt für Schritt abarbeiten", kündigte er an.

Pinger, der im vergangenen Jahr das Ruder bei Celesio übernommen hatte, will den Konzern wieder auf das alte Kerngeschäft Pharmahandel und Apotheken ausrichten. Die Töchter Movianto und Pharmexx, mit denen Celesio in das Dienstleistungsgeschäft für Pharmakonzerne eingestiegen war, stehen mittlerweile auf der Verkaufsliste.

Auch bei der Online-Versand-Apotheke DocMorris hat Pinger nach jahrelangem Streit mit seinen Apotheken-Kunden eine 180-Grad-Wende vollzogen. DocMorris, für die Celesio 2007 rund 200 Millionen Euro bezahlt hatte, liegt ebenfalls bereits in der Verkaufsauslage. "Wir haben für alle drei Objekte mehrere Interessenten, strategische Investoren, aber auch Finanzinvestoren", sagte der Manager der "Stuttgarter Zeitung".

Bereinigt um Einmalaufwendungen für den Konzernumbau nahm der operative Gewinn (Ebitda) im ersten Quartal um 5,1 Prozent auf 139,9 Millionen Euro zu. Celesio setzte von Januar bis Ende März 5,64 Milliarden Euro um - ein Plus von 2,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2012 stellt Pinger wie bisher einen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) mindestens auf Vorjahresniveau in Aussicht. "Vom kommenden Jahr an wollen wir wieder profitabel wachsen", sagte Pinger der Zeitung. Laut dem Celesio-Chef kostet der Konzernumbau insgesamt etwa 100 Millionen Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×