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06.02.2014

16:43 Uhr

Pharmahändler

Celesio wird amerikanisch

Der amerikanische Pharmahändler McKesson hat wie geplant Celesio-Wandelanleihen übernommen – und hält jetzt mehr als 75 Prozent der Anteile an seinem Stuttgarter Konkurrenten. Entsprechende Verträge sollen bald folgen.

Eine Mitarbeiterin Celesios bestückt eine Kommissioniermaschine: Mit dem mehr als sechs Milliarden Euro teuren Zukauf steigt McKesson zu einem der führenden Pharmahändler in Europa auf. dpa

Eine Mitarbeiterin Celesios bestückt eine Kommissioniermaschine: Mit dem mehr als sechs Milliarden Euro teuren Zukauf steigt McKesson zu einem der führenden Pharmahändler in Europa auf.

Frankfurt/StuttgartDer Stuttgarter Pharmahändler Celesio gehört jetzt mehrheitlich dem amerikanischen Wettbewerber McKesson. Unter Einrechnung von Celesio-Wandelanleihen besitze McKesson inzwischen mehr als 75 Prozent der Anteile an Celesio, teilte der in San Francisco ansässige Konzern am Donnerstag mit.

McKesson habe die geplante Übernahme des gesamten Celesio-Anteils des vormaligen Mehrheitsaktionärs Haniel unter Dach und Fach gebracht. Auch habe McKesson wie vereinbart Celesio-Wandelanleihen vom amerikanischen Hedgefonds Elliott übernommen.

Mit dem mehr als sechs Milliarden Euro teuren Zukauf steigt McKesson zu einem der führenden Pharmahändler in Europa auf. Das Überschreiten der Beteiligungsschwelle von 75-Prozent bedeutet, dass der Konzern nun einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit Celesio auf den Weg bringen kann. Dies hatte der US-Pharmagroßhändler im Januar angekündigt, als er mit seinem zweiten Anlauf zur Übernahme der Stuttgarter erfolgreich war.

Anfang Januar war die geplante Übernahme zunächst gescheitert, weil McKesson zu wenige Anteile eingesammelt hatte. Vor dem neuen Deal hatte Haniel seinen Anteil von etwas mehr als 50 Prozent vorsorglich auf 75,99 Prozent aufgestockt, indem das Unternehmen Elliott dessen Aktien-Paket abkaufte. Die Genehmigungen der Kartellbehörden hätten die Firmen bereits eingeholt, sagte ein Sprecher.

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