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13.11.2013

09:34 Uhr

Pharmahändler

Rabattschlacht belastet Celesio

Die anhaltende Rabattschlacht im deutschen Medikamentenhandel wirkt sich auf das Ergebnis von Celesio aus. Außerdem machte der starke Euro dem Unternehmen im dritten Quartal zu schaffen.

Die Celesio-Firmenzentrale in Stuttgart: Kräftiger Gegenwind vom starken Euro. dapd

Die Celesio-Firmenzentrale in Stuttgart: Kräftiger Gegenwind vom starken Euro.

StuttgartDer Pharmahändler Celesio hat die anhaltende Rabattschlacht im deutschen Medikamentenhandel erneut zu spüren bekommen. Hinzu kam ein kräftiger Gegenwind vom starken Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im dritten Quartal bei 100,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr waren es 106,2 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz schrumpfte von 5,45 Milliarden Euro auf 5,26 Milliarden Euro.

Unter dem Strich schrieb das Unternehmen nach Minderheiten wieder einen Gewinn von 34,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 5,1 Millionen Euro im Vorjahr. Allerdings sind in der Vorjahreszahl Sondereffekte wie etwa Abschreibungen auf verkaufte Töchter eingerechnet.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im dritten Quartal auf 131,8 Millionen Euro gesunken nach 152,5 Millionen Euro vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis von 140 Millionen Euro gerechnet.
"Wir gehen davon aus, dass der irrationale Rabattwettbewerb in Deutschland noch mindestens bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres anhält", sagte Konzernchefin Marion Helmes. Das Unternehmen, das vor der Übernahme durch den US-Pharmagroßhändler McKesson steht, rechnet für das Gesamtjahr weiter mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 405 bis 425 Millionen Euro

Von

dpa

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