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18.10.2011

18:20 Uhr

Pharmaindustrie

Investitionen schmälern Gewinn von Forest

Der Gewinn des US-Pharmakonzerns Forest wird durch Investitionen in neue Medikamente geschmälert. Allerdings hat das Unternehmen im Umsatz 7,3 Prozent zugelegt. Das Management hat die Jahresziele bekräftigt.

Medikamente, deren Patentschutz bald ausläuft. Darunter das Antidepressivum Lexapro von Forest. dapd

Medikamente, deren Patentschutz bald ausläuft. Darunter das Antidepressivum Lexapro von Forest.

New YorkHohe Investitionen in neue Medikamente schmälern den Gewinn des US-Pharmakonzerns Forest Laboratories . Der Überschuss sank im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 um 12,7 Prozent auf 249,8 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte.

Pro Aktie stand für den Dreimonatszeitraum bis Ende September ein Überschuss von 91 Cent in den Büchern. Analysten hatten vor Sonderposten mit 99 Cent gerechnet. Die Forest-Aktie verlor mehr als drei Prozent.

Seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März 2012 behielt das Management bei. Es erwartet wie bisher ein Gewinn je Aktie von 3,60 bis 3,70 Dollar je Aktie. Das Unternehmen, das beim Alzheimermedikament Memantine mit dem Frankfurter Arzneimittelhersteller Merz kooperiert, investiert derzeit kräftig in die Entwicklung und die Vermarktung neuer Präparate.

Denn das aktuelle Zugpferd, das Antidepressivum Lexapro, verliert Anfang kommenden Jahres seinen Patentschutz. Experten rechnen damit, dass Forest dann etwa ein Viertel seiner Umsätze einbüßen könnte. Beim lukrativen Alzheimerpräparat Memantine läuft der Patentschutz voraussichtlich 2015 ab.

Zwei neue Präparate brachte der Konzern bereits diesen Sommer auf den Markt: das Antidepressivum Viibryd und die Tablette Daliresp zur Behandlung der Raucherlunge. Schon im März startete der Verkauf des neuen Antibiotikums Teflaro. Die drei neuen Präparate erwirtschafteten im abgelaufenen Quartal allerdings jeweils nur einstellige Millionenumsätze.

Analysten fragen sich daher, ob es Forest gelingen wird, die zu erwartenden Umsatzeinbußen durch seine Neuentwicklungen auszugleichen. Lexapro brachte es im Quartal immerhin auf Umsätze von 596,1 Millionen Dollar. Insgesamt kam Forest auf einen Konzernumsaztz von 1,17 Milliarden Dollar - ein Zuwachs von 7,3 Prozent binnen Jahresfrist.

Von

rtr

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