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13.08.2012

16:48 Uhr

Pharmakonzern

Biotest profitiert von Südamerika- und Asiengeschäft

Nicht zuletzt wegen des erfolgreichen Auslandsgeschäft hat Biotest sein Betriebsergebnis im zweiten Quartal erhöhen können. Der Pharmakonzern sitzt jedoch auf offenen Forderungen gegenüber griechischen Krankenhäusern.

Ein Abfüllautomat beim Pharmaunternehmen Biotest. Biotest AG

Ein Abfüllautomat beim Pharmaunternehmen Biotest.

FrankfurtKräftige Nachfrage im internationalen Geschäft und eine bessere Auslastung der Produktionsanlagen sorgen bei der hessischen Pharmafirma Biotest für mehr Betriebsgewinn. Biotest habe ihr Betriebsergebnis im zweiten Quartal um 14,7 Prozent auf 12,5 Millionen Euro erhöht, teilte das Unternehmen aus Dreieich bei Frankfurt am Montag mit.

Die auf Blutplasma-Produkte spezialisierte Firma setzte von April bis Juni 112,5 Millionen Euro um - ein Plus von 5,7 Prozent. Biotest stellt Immunglobuline und Gerinnungspräparate aus Blutplasma her und entwickelt Arzneien gegen Blutkrebs, Schuppenflechte und Arthritis auf Basis von Antikörpern.

Gut liefen die Geschäfte in Asien und Südamerika, zudem drückte Biotest die Kosten für seine Herstellungsprozesse und sorgte für eine höhere Auslastung der Anlagen. Der Überschuss ging allerdings im zweiten Quartal auf 6,1 von 7,3 Millionen Euro zurück. Biotest machen weiterhin die Geschäfte im Krisenland Griechenland zu schaffen.

Durch den Zwangsumtausch griechischer Anleihen im ersten Quartal wurde das Ergebnis im ersten Halbjahr mit 1,1 Millionen Euro belastet. Biotest sitzt auf offenen Forderungen gegenüber griechischen Krankenhäusern im Umfang von 7,4 Millionen Euro, die das Unternehmen in der Bilanz wertberichtigte. Seit Juli liefert Biotest nicht mehr in das Land - ausgenommen ist die Versorgung von Notfallpatienten.

Für das Gesamtjahr bekräftigte das Management frühere Prognosen: Firmenchef Gregor Schulz erwartet wie bisher 2012 ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und einen leichten Anstieg des Betriebsgewinns nach 41,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die unlängst bekannt gewordene Zulassungsverzögerung beim Immunglobulin Bivigam in den USA soll die Jahresprognose nicht gefährden.

Von

rtr

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