Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.10.2015

14:13 Uhr

Pharmakonzern mit starken Geschäften

Bayer braucht keine Medizin

Covestro wurde an die Börse gebracht, Bayer geht es auch ohne die Kunststoff-Sparte blendend: Der Gewinn steigt um ein Fünftel, auch die Erlöse klettern kräftig. Das Gesundheitsgeschäft macht Konzernchef Dekkers Freude.

20 Prozent mehr Gewinn im dritten Quartal. dpa

Bayer-Chef Dekkers

20 Prozent mehr Gewinn im dritten Quartal.

FrankfurtMitten im Konzernumbau legt Bayer beim Gewinn kräftig zu. Für Schwung sorgten im dritten Quartal das Geschäft mit neuen Arzneimitteln und der starke Dollar. „Auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft als reines Life-Science-Unternehmen haben wir weitere wichtige Weichen gestellt“, sagte Vorstandschef Marijn Dekkers am Donnerstag. Der Pharma- und Chemieunternehmen hatte kürzlich seine Kunststoff-Tochter Covestro an die Börse gebracht, die dank gesunkener Rohstoffkosten mit einem unerwartet hohen Gewinnanstieg glänzte.

An der Börse konnte Bayer mit seinem Quartalsbericht punkten. Die Aktien stiegen bis zu zwei Prozent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 121,05 Euro. DZ-Bank-Analyst Peter Spengler bezeichnete die Zahlen als herausragend.

Bayer-Chef Marijn Dekkers: „Wir handeln aus einer Position der Stärke“

Bayer-Chef Marijn Dekkers

Premium „Wir handeln aus einer Position der Stärke“

Bayer-Chef Marijn Dekkers baut den Dax-Konzern radikal um. Im Interview spricht er über die Ziele der neuen, zentral geführten Konzernstruktur und erklärt, welche Chancen für die Zukunft er in der Forschung sieht.

Im dritten Quartal steigerte der Konzern den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) um fast 28 Prozent auf gut 2,5 Milliarden Euro. Analysten hatten weniger erwartet. Zum Gewinnanstieg trugen auch Währungseffekte mit etwa 170 Millionen Euro bei, wobei der Konzern vor allem vom starken Dollar profitiert. Der Umsatz erhöhte sich um knapp elf Prozent auf rund 11 Milliarden Euro.

Währungsbereinigt legte Bayer knapp zwei Prozent zu. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um gut ein Fünftel auf 999 Millionen Euro.

2015 erwartet Bayer unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzplus im unteren einstelligen Prozentbereich. Heraus kommen werden aber nun wohl noch etwa 46 Milliarden Euro statt der bislang prognostizierten 47 Milliarden Euro, da die Rheinländer erwartete positive Währungseffekte niedriger ansetzten. Der bereinigte operative Gewinn soll weiter im oberen Zehner-Prozentbereich zulegen. Im Vorjahr setzte Bayer 42,2 Milliarden Euro um und erzielte einen bereinigten Betriebsgewinn von 8,8 Milliarden Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×