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09.01.2014

18:09 Uhr

Pharmakonzern

Novartis und Merck & Co basteln an Milliarden-Deal

Novartis könnte Tierarzneien und Humanimpfstoffe gegen das OTC-Geschäft von Merck & Co tauschen, denn die Schweizer wollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Auch einen Verkauf halten Banker für möglich.

Pharmaunternehmen: Novartis und Merck führen einem Banker zufolge seit geraumer Zeit Gespräche. ap

Pharmaunternehmen: Novartis und Merck führen einem Banker zufolge seit geraumer Zeit Gespräche.

Frankfurt/London/ZürichDie Pharmakonzerne Novartis und Merck & Co sprechen Finanzkreisen zufolge über einen milliardenschweren Tausch von Geschäftssparten. Die Schweizer erwägen, ihre Bereiche Tierarznei und Humanimpfstoffe abzugeben. Im Gegenzug würden sie das Geschäft mit rezeptfreien Präparaten des US-Rivalen erhalten.

Das Hauptaugenmerk von Novartis gelte einem Spartentausch mit Merck & Co sagten mehrere auf den Gesundheitssektor spezialisierte Banker. Aber auch ein Verkauf der Tiermedizin-Sparte oder ein Tausch mit einem anderen Unternehmen sei für Novartis noch denkbar. Interesse wird auch dem Leverkusener Pharmakonzern Bayer nachgesagt.

Der von Konzernchef Joseph Jimenez auf den Weg gebrachte Umbau des Schweizer Pharmariesen kommt nur langsam in Gang. Zwar wurde im November das Geschäft mit Bluttransfusions-Diagnostik für 1,7 Milliarden Dollar abgestoßen, für die anderen, nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Bereiche wurde bislang aber keine Abnehmer gefunden.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Jimenez will den Basler Arzneimittelhersteller auf Sparten ausrichten, die wie etwa Pharma, Augenheilkunde und Generika eine kritische Größe haben und weltweit aufgestellt sind. Kleinere Geschäftsbereiche wie Impfstoffe und Diagnostik, nicht verschreibungspflichtige Medikamente (OTC) oder die Tiergesundheit stellte der Amerikaner auf den Prüfstand. Die Neuausrichtung soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Novartis und Merck führen einem Banker zufolge seit geraumer Zeit Gespräche, doch sei ein Tausch verschiedenartiger Geschäfte wegen Vergleichsschwierigkeiten mühsam. Sollte Merck leer ausgehen, dürfte sich Novartis für einen Verkauf an oder Tausch mit einem anderen führenden Anbieter von Tierarzneien entscheiden. Neben Bayer hätten auch Marktführer Zoetis, Sanofi, Eli Lilly und Boehringer Ingelheim ein Auge auf das Geschäft geworfen.

Kommentare (5)

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anonymous

09.01.2014, 17:43 Uhr

Da ist dem Handelsblatt aber ein peinlicher Fehler unterlaufen. Das Logo auf dem Bild gehört nicht zu Merck Damstadt, sondern zu dem US-Unternehmen Merck & Co., Inc.

Nachwuchs

09.01.2014, 18:59 Uhr

Merck? Ist das nicht die Firma, die Dank Logistik ca. 6 Montae nicht gewillt war, Vigantoletten 1000 I.E. Tabletten zu liefern????

Kurt

09.01.2014, 19:43 Uhr

Und jetzt wechselt die Redaktion nach dem Schnitzer, den Artikel über die Merck KGaA/Darmstadt gegen einen über Novartis/Merck & Co., Inc. aus, lässt aver die nunmehr unpassenden Kommentare stehen. Wie unseriös ist das denn?

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