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17.10.2013

09:18 Uhr

Pharmakonzern Roche

Brustkrebsmedikamente sorgen für Wachstum

Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat die Erwartungen der Analysten bestätigt und seinen Konzernumsatz wie angekündigt gesteigert. Für Aktionäre sind das besonders gute Nachrichten.

Ein Mitarbeiter geht durch die Fabrik des Schweizer Pharmaherstellers Roche in Basel. Der Konzern konnte seinen Umsatz steigern. Reuters

Ein Mitarbeiter geht durch die Fabrik des Schweizer Pharmaherstellers Roche in Basel. Der Konzern konnte seinen Umsatz steigern.

ZürichDer Schweizer Pharmakonzern Roche ist vor allem wegen der starken Nachfrage nach Brustkrebsmedikamenten weiter auf Wachstumskurs. Die Verkaufserlöse lagen im dritten Quartal bei 11,6 Milliarden Franken (9,4 Milliarden Euro), wie der Arzneimittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Das sind unter Ausschluss von Währungseffekten acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten 2013 betrug das Umsatzplus sechs Prozent. "Wir werden die für das Gesamtjahr gesteckten Ziele erreichen", sagte Konzernchef Severin Schwan. Roche will den Umsatz zu konstanten Wechselkursen ebenso stark steigern wie 2012; im vergangenen Jahr hatte sich Wachstum auf vier Prozent belaufen.

Die Verkaufserlöse der Pharmasparte stiegen im Zeitraum Juni bis September um neun Prozent auf 9,03 Milliarden Franken. Dazu trugen vor allem die Medikamente gegen HER2-positiven Brustkrebs bei. Roche hat jüngst neue Mittel gegen diese besonders aggressive Form der Erkrankung auf den Markt gebracht. Der Verkaufsstart von Perjeta und Kadcyla sei sehr gut gelaufen, erklärte Schwan. Daneben legten auch die Krebsmittel MabThera und Avastin sowie das Arthritismedikaments Actemra stark zu. Die Verkaufserlöse des Augenmittels Lucentis stiegen trotz zunehmender Konkurrenz - etwa durch das Bayer-Medikament Eylea - um 21 Prozent.

Roche liegt mit den Umsatzzahlen im Rahmen der Analystenerwartungen, die im Schnitt 11,5 Milliarden Franken Konzernumsatz und neun Milliarden Franken Pharmaumsatz prognostiziert hatten.

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Roche will seine Produktionsanlagen für biologische Medikamente ausbauen. Dafür nimmt der Pharmakonzern über 600 Millionen Euro in die Hand und will rund 500 neue Arbeitsplätze schaffen.

Gewinnzahlen veröffentlicht der Konzern nur zum Halbjahr und am Jahresende. Roche will 2013 den Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie, der Sonderposten ausklammert, stärker als den Umsatz steigern. Die Aktionäre dürfen mit einer Dividendenerhöhung rechnen.

Rivale Novartis will seine Quartalsbilanz am kommenden Dienstag veröffentlichen. Deutschlands größtes Pharmaunternehmen Bayer folgt am 31. Oktober. Der amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson hatte jüngst nach überraschend guten Quartalszahlen seine Jahresprognose angehoben. Der Pharma- und Diagnostikkonzern Abbott Laboratories erntete im dritten Quartal die Früchte seines Sparkurses und erzielte einen überraschend kräftigen Gewinnanstieg.

Von

rtr

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