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26.07.2012

14:30 Uhr

Pharmakonzern

Sanofi trotzt der Billigkonkurrenz

Der französische Pharmakonzern Sanofi kommt im Kampf gegen Euro-Krise und Billigkonkurrenz voran. Zuversichtlich stimmt die stärkere Konzentration auf Schwellenländer und die Aussicht auf neue Kassenschlager.

Das Logo des französischen Pharmakonzerns Sanofi. AFP

Das Logo des französischen Pharmakonzerns Sanofi.

ParisIm Kampf gegen Euro-Krise und Billigkonkurrenz zeigt der französische Pharmariese Sanofi deutliche Fortschritte. Die stärkere Konzentration auf Schwellenländer und die Aussicht auf neue Umsatzbringer stimmen Management und Anleger zuversichtlich. Dagegen hat der britische Konkurrent AstraZeneca noch heftig unter Geschäftseinbußen durch günstige Nachahmermedikamente zu leiden und enttäuschte am Donnerstag mit seiner Prognose die Börse.

Die Branche steht derzeit an zwei Fronten unter Druck. Zum einen sehen sich die Regierungen in Europa wegen ihrer Schuldenprobleme zu Kürzungen im Gesundheitswesen gezwungen. Die Arzneihersteller müssen daher ihre Preise senken. Zum anderen laufen viele Patente von Umsatzstützen wie dem Sanofi-Blutverdünnungsmittel Plavix oder dem Psychopharmakon Seroquel aus und Generika-Firmen erobern den Markt.

Sanofi sieht dieses Problem im eigenen Fall zum größten Teil gelöst. "Die Patentklippe haben wir zu mehr als 90 Prozent bewältigt", sagte Konzernchef Chris Viehbacher. Dazu setzt das Unternehmen stärker auf Schwellenländer, um die Abhängigkeit vom Europa-Geschäft zu verringern. Dieses trägt nur noch 24 Prozent zum Konzernumsatz bei, verglichen mit 30 Prozent vor drei Jahren. In Westeuropa musste Sanofi im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von elf Prozent verkraften, während das Europa-Geschäft von AstraZeneca einen Einbruch von 20 Prozent auswies.

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