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29.05.2014

12:15 Uhr

Pharmakonzerne

Italien fordert Schadenersatz von Novartis und Roche

Die Pharmakonzerne Novartis und Roche sollen Vermarktungsabsprachen getroffen haben. Deswegen fordert das italienische Gesundheitsministerium rund 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz. Die Unternehmen wehren sich.

Der Pharmakonzern Novartis wehrt sich gemeinsam mit Roche gegen eine hohe Schadenersatz-Forderung. ap

Der Pharmakonzern Novartis wehrt sich gemeinsam mit Roche gegen eine hohe Schadenersatz-Forderung.

RomDas italienische Gesundheitsministerium fordert rund 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz von den Schweizer Pharmakonzernen Novartis und Roche. Es wirft den Unternehmen wettbewerbsbehindernde Absprachen bei der Vermarktung von Medikamenten vor, wie aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. Die Konzerne waren deshalb bereits im März von den italienischen Kartellbehörden mit einer Strafe von je rund 90 Millionen Euro belegt worden.

Nach Ansicht der Behörden und des Gesundheitsministeriums haben Roche und Novartis zusammengearbeitet, um Ärzte dazu zu bringen, ein teureres Augen-Medikament zu verschreiben, anstatt die günstigere Alternative. Das Gesundheitsministerium fordert nun für die Jahre 2012 bis 2014 insgesamt 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz. Die italienische Wettbewerbsbehörde hatte berechnet, die Absprachen hätten das Gesundheitssystem Hunderte Millionen Euro gekostet.

Die Unternehmen wiesen die Forderungen in ersten Stellungnahmen laut Nachrichtenagentur Ansa zurück. Roche zeigte sich überrascht und teilte mit, die genannten Summen seien „irreal“. Nach Ansicht von Novartis ist die Schadensersatzforderung „unbegründet“.

Von

dpa

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