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12.12.2011

19:09 Uhr

Pharmaunternehmen

Biotest will Mittel gegen Blutkrebs testen

Das Pharmaunternehmen Biotest will seine Substanz BT-062 bei der Bekämpfung einer seltenen Tumorerkrankung des Knochenmarks testen, bei der die Produktion von gesunden Blutzellen gestört wird.

Biotest will 2012 seinen neuen Wirkstoff testen. dpa

Biotest will 2012 seinen neuen Wirkstoff testen.

FrankfurtDas hessische Pharmaunternehmen Biotest treibt die Entwicklung eines Wirkstoffs zur Behandlung von Blutkrebs voran. Das Unternehmen will seine Substanz BT-062 in Kombination mit zwei etablierten Präparaten bei der Bekämpfung des Multiplen Myeloms testen. Das ist eine seltene Tumorerkrankung des Knochenmarks, bei die Produktion von gesunden Blutzellen gestört wird. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA solle das Vorhaben nun eingereicht werden, kündigte das Unternehmen aus Dreieich bei Frankfurt am Montag an. Biotest strebt - sollte die FDA grünes Licht geben - um die Jahresmitte 2012 herum die Patientenaufnahme für den Test an.

An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Vorzugsaktie stieg um 1,1 Prozent und war damit zweitgrößter Gewinner im SDax. Die Stammaktie legte sogar 1,8 Prozent zu.

In der Studie der Phase I/IIa soll BT-062 bei Patienten mit wiederkehrendem oder therapieresistentem Multiplen Myelom untersucht werden. Dabei soll die Substanz mit dem Mittel Revlimid des US-Biotechkonzerns Celgene sowie dem Wirkstoff Dexamethason kombiniert werden. Neue Wirkstoffe müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen bestehen. Biotest hat sich zuletzt von mehreren Randgeschäften getrennt und konzentriert sich seitdem auf das Geschäft mit Blutplasma-Produkten und die Entwicklung von Biotherapeutika gegen Blutkrebs und Rheumatoide Arthritis.

Von

rtr

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